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ALLE REVIEWS :: DÉCEMBRE NOIR

DÉCEMBRE NOIR

AUTUMN KINGS (69:40 min.)

LIFEFORCE / SOULFOOD
Der neunte November 2018 ist ein denkwürdiges Datum für deutsche Doomheads: an jenem Tag erscheint mit Mirror Of Deceptions "The Estuary" das bisher beste Genrealbum aus hiesigen Gefilden. Décembre Noir werfen derweil ein weiteres bockstarkes Argument für folgende These in den Ring: Sie sind die einheimischen Könige in der Nische melodischer Doom Death. Dabei machen die Thüringer aus ihren Ambitionen keinen Hehl: zwischen sieben und elf Minuten lang sind die epischen Kompositionen auf "Autumn Kings", und wer in solchen Sphären nicht kosmischen Schiffbruch erleiden will, muss die Antennen fein ausrichten. Schon der Opener "In The Pouring Rain" (Officium Triste, ick hör Dir trapsen...) zeigt die Strategie auf: ein sehnsuchtsvolles Stück Düsterkunst, mit zwingenden Gitarrenläufen punktend, extrem abwechslungsreich und mit großer Dynamik arrangiert. Langeweile ist eben der Feind auch des gepflegten Doom, und so dürfen auch mal lockere Gothic- (Titeltrack), gerne mit spät-90er katatonischem Anstrich ("Between Silence And Shards"), oder aber zackige Brutal-Metal-Vibes ("Barricades") versprüht werden. An der einen oder anderen Stelle wünschte man sich diesmal, die Band ließe den ruhigen Momenten mehr Luft zum Atmen, bewiese etwas mehr Feingefühl, man besäuft sich zu sehr am eigenen, neu entdeckten Bombast. Analog sollte Vocalist Lars den Mut zeigen, weitere emotionale Spektren seiner Stimme zu erkunden, denn über siebzig Minuten drückt die Intensität des Soundwalls den Hörer doch sehr an die Wand. Ändert aber auch nix daran, dass man sich neben den bereits genannten Kleinode wie "Dress.Code.Black." gerne öfters einverleiben wird. Die Thüringer spielen nunmehr seit drei Alben durchaus in einer Liga mit Saturnus, von den Genrekaisern Novembers Doom und Daylight Dies oder gar My Dying Bride ist man jedoch noch ein gutes Stück entfernt. Beim nächsten Mal darf weniger deswegen durchaus mehr sein, etwa im Stile des überlebensgroßen Debüt-Tracks "The Forsaken Earth".
7,5/10 - PM.


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