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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: JOE BONAMASSA

JOE BONAMASSA

REDEMPTION (64:51 min.)

MASCOT / ROUGH TRADE
Joe Bonamassa hätte auf diesen Seiten bereits häufiger gewürdigt werden müssen, auch wenn zur Wahrheit gehört, dass seine Ticket-Preispolitik zu den unschönsten des Business gehört. Seine Alben sind jedoch meist qualitativ absolut hochwertig, und diesmal gar weit mehr als dies. Auf "Redemption" zieht der Blues-Wiederbeleber aber auch wirklich alle Register seiner Spiel- und Songwritingkunst, kreiert dabei ein Werk, das lange nachhallen wird. Technische Klasse, Feeling und schiere Inspiration gehen hier eine Symbiose ein, die momentan weit und breit ihresgleichen sucht. Bonamassa weiß nunmehr, zu was er selbst fähig ist, und daher kann er auch viel ungezwungener seine Helden zitieren. Wer mit einem Led Zeppelin-rip off ein Album einläutet, dem ist egal, wie die Reaktionen darauf ausfallen werden. Ich finde das bonhamsche "Rock´n´Roll"-Gewitter zu Beginn von "Evil Mama" einfach nur cool (re Led Zep: auch der südstaatige Titeltrack wildert in der mittleren Phase). Denn was folgt, ist über eine Stunde edelste Unterhaltung auf intellektuell hohem Niveau, ohne dass der Schmackes untenrum fehlte: gerade die Breakriffs Bonamassas sind diesmal unfassbar, die Grooves höllisch. Exemplarisch mag hier "The Ghost Of Macon Jones" erwähnt werden, ein gleichsam architektonisch perfekt gezirkelter wie auch spontan, angesichts des Riffs und der Storyline geradezu mystisch anmutender Glücksgriff, dessen unglaubliches Solo all die Klasse Bonamassas auf den Punkt bringt. Ein solches Songkleinod von "Don´t Fear The Reaper"-Format gelingt Künstlern nicht oft. "Molly O" steht dem jedoch nicht wirklich nach, und hier werden auch gesanglich neue Register gezogen. Der Meister experimentiert zudem mit knopflerschen Spieltechniken in verzerrt ("I´ve Got Some Mind Over What Matters") und verknüpft diese mit seinen Blueswurzeln, wie überhaupt "Redemption" kongenial den Blues und Soul mit der Rockmusik der letzten 50 Jahre vermählt: dort tröten Bläser-Arrangements, hier knarzen Hammond-Orgeln, all dies in organischster, nie aufgesetzt wirkender Form. Für mich das beste Genrealbum seit "The Southern Harmony und Musical Companion", gesegnet mit mindestens vier Genreklassikern und mannigfaltigen Wendungen, die ergreifende Musik eben ausmachen. Ein ikonisches Bluesrockalbum, klarer Fall von opus magnum.
10/10 - PM.


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