Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: FIELDS OF TRO ....

FIELDS OF TROY

THE GREAT PERSEVERANCE (49:02 min.)

PAINTED BASS / DUTCH MUSIC WORKS
Das wäre ja mal schade gewesen, wenn dieses feine Album nicht über meinen Schreibtisch gegangen wäre. Dachte ich angesichts des Coverartworks noch, die Band stelle Biffy Clyros "Opposites" auf den Kopf, macht die Biographie klar, dass sich Fields Of Troy (schöner Bandname) an Alter Bridge, Mastodon sowie Alice In Chains orientieren, und diese Vergleiche machen ausnahmsweise auch mal Sinn (ist bei Waschzetteln eher selten der Fall...). Die hymnischen Refrains erinnern dabei an Mark Tremonti & Co., dessen Riffing sich hier zudem mit dem eines Brent Hinds ("Aphasia") kreuzt, während die melancholischen Melodien nicht selten die Handschrift Jerry Cantrells tragen (der feiste Hit "Flame In The Mirror" und das folgende "My Temple Broken"). Die Band ist an ihren Instrumenten topfit und auch Sänger Louis Soenens sticht wohltuend aus dem heutzutage vorzufindenden Einheitsbrei heraus. Die rechte Würze fischen die Belgier aus den Gärten Gojiras oder Bullet For My Valentines ("Face The Giant") und kredenzen so ein Modern Rock-Spektakel, das es in sich hat. Wie man demnach darauf kommt, "The Great Perseverance" sei ein Album "ohne jegliche europäische Duftnote, die es eigentlich haben könnte und sollte" (warum "sollte" eine europäische Band eine regionale Duftnote versprühen? Hanebüchener Unsinn!), wie ein renommierter Kritikaster eines großen Magazins behauptet, bleibt schleierhaft. Die Songs sind schlicht auf den Punkt arrangiert, wuchern mit fetten Riffs und nicht eben selten mit wertigen Hooks (das etwas an Forever Never erinnernde "Shove And Pull"). Dabei zeigt sich auch, dass eine 2010 gegründete Band durchaus erst mal in Klausur (sprich: in den Proberaum) gehen darf, um an sich zu feilen, anstatt gleich mit viertelgarem Kokolores auf den Markt zu drängen. "The Great Perseverance" ist jedenfalls in jeder Hinsicht hochprofessionell , ohne dabei seicht oder zahnlos zu klingen, und das über die kompletten 49 Minuten, sodass die hohe Benotung unter diesem Review absolut gerechtfertigt ist, zumal mit "Last Words" und dem ausgekoppelten Rausschmeißer "Doomsayer" noch weitere echte Hits komponiert wurden. Besseres gab es in diesem Genre in 2018 noch nicht zu hören. Die 2016er EP wird gleich auch mal angecheckt... Ein echtes Schmankerl, und mitnichten, wie von oben genanntem Schreiberling konstatiert, eine tumbe Kopie amerikanischer Vorbilder.
8,5/10 - PM.


[ Zurück zum Index: 'ALL' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler