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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: INGLORIOUS

INGLORIOUS

II (44:45 min.)

FRONTIERS / SOULFOOD
Um ein Album aufzunehmen, das angeblich in wenigen Tagen komponiert wurde, bedarf es für eine derart junge (aber immerhin schon mit einiger Erfahrung ausgestattete) Band schon einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Zwei Jahre nach dem guten Debut fallen Inglorious mit der angehärteten Whitesnake-Verbeugung "I Don´t Need Your Loving" (wuchert mit einem von Nathan James kongenial intonierten, kernigen Hook) und dem flotten Highway-Rocker "Taking The Blame" gleich mit der Tür ins Haus, und spätestens das breitbeinige "Tell Me Why" stellt, ähnlich wie schon der Erstling, klar, wo es hingehen soll: in die großen Arenen. Was letztes Jahr jedoch noch etwas unbeholfen klang, wird nunmehr von einer spürbar gereiften Band vorgetragen, deren großes Plus ein Sänger ist, der auf wie ein in einen Jungbrunnen gefallener David Coverdale klingt und insbesondere auch dessen Soul-Affinität authentisch ins neue Jahrtausend zu transportieren vermag ("Change Is Coming"). Inglorious erfinden das Retrorad nicht neu, sondern verbinden das Studium der großen 70ies-Heroen mit 80er Stadionrock und zeitgemäßen Vibes (fetter Sound!) und großer Unbeschwertheit. Dabei zockt die Band ebenso inspiriert (tolle Gitarrenarbeit) wie tight, hat ihre Songs gnadenlos auf den Punkt getrimmt und könnte so tatsächlich langsam ein größeres Publikum ansprechen. Hitappeal ist jedenfalls reichlich vorhanden, da die Band selbst vor gnadenloser Eingängigkeit nicht zurück schreckt, ohne dabei jedoch cheesy zu klingen, auch wenn man ab der Mitte des Albums mitunter doch etwas zu sehr ins Schunkeln gerät. Zum Glück setzen Songs wie das Europe auf Speed setzende "No Good For You", die schöne Powerballade "Faraway" (können heute auch nicht mehr viele Bands) oder der beschwingte Rausschmeißer "High Class Woman" dem immer wieder qualitative Ausrufezeichen entgegen. Hätte man das Niveau der ersten vier Songs durchgängig halten können, wäre das beste Genrealbum seit der letzten Spiritual Beggars dabei herausgekommen. Dennoch steigern sich Inglorious im Vergleich zu ihrem Einstieg deutlich, ohne jedoch den zunächst zu vermutenden Quantensprung erreicht zu haben. Greift man am besten gleich mit der neuen (etwas homogeneren, jedoch ohne die qualitativen Ausschläge nach oben auskommenden) Sea zusammen ab. Wer jedoch dieses Artwork durchgewunken hat, gehört dafür letztlich auch bestraft.
7,5/10 - PM.


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