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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THE DOOMSDAY ....

THE DOOMSDAY KINGDOM

SAME (52:17 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Leif Edling ist ein Paradoxon: zum einen leidet er an Burnout, zum anderen veröffentlicht er momentan jährlich mindestens zwei Tonträger, auf denen der Großteil der Songs aus seiner Feder stammt – und dies auf durchgehend hohem bis höchstem Niveau. Da macht auch das Debüt seines neuesten Babys keine Ausnahme. Im Vergleich zu den episch-doomigen Candlemass (das wunderbare "A Spoonful Of Darkness" kommt jenen jedoch verdächtig nahe) und den klassisch rockenden sowie psychedelischer agierenden Avatarium addiert er hier, zugunsten seines von den Echtmetallern Wolf ausgeliehenen Sängers, einen wohl wortwörtlich zu nehmenden Wind aus Stahl: wenn die Ursuppe auch noch immer urwüchsiger, den eigentümlichen Dialekt Edlings niemals abschüttelnder Doom Metal sein mag, so bangt das fucking Kopf hier etwa im Opener "Silent Kingdom" oder dem geilen "Neon Knights"-Groover "Hand Of Hell" doch bestimmter als dies bei den beiden großen Geschwistern der Fall wäre. Das Instrumental "See You Tomorrow" verbindet in wunderbarer Art und Weise balladeskes Judas Priest-Material der Spätsiebziger mit skandinavischem Epic Touch, während die ausschweifende Riffpeitsche in "The Silence" von einem unfassbaren King Diamond-geht-Gassi-mit-Halford Doppelbreak eingefangen wird. Überhaupt versucht sich Edling hier verstärkt an ausladenden Songstrukturen, insbesondere im neunminütigen Rausschmeißer "The God Particle", der nicht nur Edlings Vorliebe für die lyrische Aufbereitung mathematischer bzw. physikalischer Phänomene fortsetzt, sondern sie auch gleich vertont. Irgendwie will etwas in mir sich Niklas Stålvinds sehr limitierte Stimme als Schwachpunkt des Albums schlecht hören, aber es gelingt dem Teufelchen auf meiner Schulter nicht: "The Doomsday Kingdom" ist vielmehr ein verteufelt gutes Album in der Schnittmenge aus klassischem Doom und ebensolchem Heavy Metal.
8,5/10 - PM.


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