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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THE NEAL MORS ....

THE NEAL MORSE BAND

THE SIMILITUDE OF A DREAM (106:39 min.)

RADIANT /
Einer der großen Progger der Gegenwart ist der Ex-Bärtige Neal Morse, der unter anderem mit seinem Dauerweggefährten Mike Portnoy schon diverse Veröffentlichungen bestritten hat und die auch auf diesem Doppelalbum wieder kollaborieren. Zugegeben, in Sachen Drumming ist der gute Neal damit bestens aufgestellt, aber auch die weiteren Mitstreiter mit den Namen Randy George (Bass), Eric Gillette (Gitarre) und Bill Hubauer (Keys) können natürlich Einiges. Der christlich belesene Neal hat sich diesmal von dem Buch "The Pilgrims Progress" inspirieren lassen, um in-der-ich-weiß-nicht-mehr-wievielten-Veröffentlichung Gott zu finden. Lieber Neal, es gibt keinen Gott! Ich hoffe, Du bist jetzt nicht zu sehr geschockt, aber Du musst Deinen Glauben neu definieren. Wenn das zukünftig dazu führt, dass Du an die Kraft der Mohrrübe, die Unverwundbarkeit durch Blumenkohl oder die rechte Wegweisung durch Sonnenstrahlen glaubst und Deine Texte sich dann um diese Themen drehen, wird das Deiner Musik sicherlich nicht schaden. Ob uns der Workaholic aber noch Material kredenzen wird, bei dem mir vor Freude ein Ei aus der Hose springt, vermag ich nicht zu sagen. Bei "The Similitude Of A Dream", so gut das Album in Sachen Prog auch geworden ist, haben die Eier zumindest noch nicht einmal leicht gehüpft, allenfalls ein leichtes Zucken war auszumachen. Mir fehlen die brillanten Eingebungen, die neuen Wege und Überraschungsmomente, zu Morse-typisch wirkt dagegen "The Similitude Of A Dream". Mit berechneter Abwechslung geben sich die rockigen, teils progressiv ausufernden Stücke die Klinke mit den eingängigen, teils schon mainstreamartig anbiedernden Nummern in die Hand. Alles wirkt messerscharf inszeniert, zugegebenermaßen mit großartig dargebotener Handwerkskunst. Dennoch wirkt das Album wie eins, was ich schon in ähnlicher Form gehört habe. In diesem Augenblick wird mir bewusst, warum ich immer mit gemischten Gefühlen an ein neues Werk von Neal Morse herangehe. Schlussendlich ist "The Similitude Of A Dream" für Proggies dennoch nicht verzichtbar, Komplettisten stellen das Album eh zum Rest der Sammlung und verdrücken erneut das eine oder andere Tränchen, wenn sie dabei auf "Snow" von den Bärten zurückblicken. Das Leben kann schon grausam sein, aber es öffnet sich immer wieder eine neue Tür, durch die die Sonne strahlt. Auch ganz ohne Gottes Zutun.
8/10 - RB.


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