Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: WITCHCRAFT

WITCHCRAFT

NUCLEUS (69:51 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Wieder einmal Großreinemachen im Hause Pelander: Band geschasst, Sound erneuert, Maske auf und durch. Nix mehr Vintage Rock mit Schlag, nix mehr Pentagram goes Progressive Rock - die Essenz des progressiven, ursprünglichen Doom fängt der Meister auf Album Nummer fünf ein; Mut zum dröhnigen, dreckgeschwängerten Riff inklusive. Weniger Victor Griffin, sondern vielmehr Toni Iommi stand Pate für "Nucleus". Die Breaks dürfen demnach durchaus knarzen und sich beißen ("Theory Of Consequence"), in der Ekstase von Pelanders Refrains verschwimmen mitunter die produktionstechnischen Schärferelationen, die Aufbauten der Songs berauschen sich an sich selbst. All dies Chaos ist wohl kalkuliert und mit Bedacht heraufbeschworen, ebenso die kurzzeitig beschwingenden Flötentöne der vorab vorgestellten Single "The Outcast", das selige "The Alchemist"-Zeiten wiederzubeleben scheint, bevor der viertelstündige Titeltrack eine um so höhere, mit betörendem Geblüm bewachsene Mauer des Rätselns um die Soundgebilde baut. Natürlich reißt das Album diese mitnichten mit tonnenschweren Düsterriffs ein - immerhin zieht es uns vom ersten Song an wissentlich in einen gefährlichen Mahlstrom. Vielmehr suhlt sich Pelander im vom Fundus der Psychedelic bereitgestellten mystischen Aura und lässt seine Songs in ätherischen Klängen und Chören säften. Nicht alles erscheint dabei komplett zu Ende gedacht, aber man lässt sich hier eben auch mal willenlos treiben. Wer dies als Hörer nicht zulassen kann, wird in "Nucleus" ersaufen, denn riffende Erlösungsversprechen wie in "An Exorcism Of Doubts" mag uns Pelander nur sporadisch zu verheißen, auch wenn er wie ein perfider Rattenfänger die Fäden stets in der Hand hält. Definitiv ein (zudem sehr langes) Album, das man wirken lassen muss und welches so auch nach dem zwanzigsten konzentrierten Hördurchlauf noch Überraschungen verspricht - oder eben einen nervenzerfetzenden "Breakdown".
8,5/10 - PM.


[ Zurück zum Index: 'ALL' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler