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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: TERAMAZE

TERAMAZE

HER HALO (56:36 min.)

MASCOT / ROUGH TRADE
Es wird allerhöchste Zeit, dass eine deutlich breitere Hörerschicht auf diese Ausnahmeband aufmerksam wird. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern "Anhedonia" (fantastisch) und "Esoteric Symbolism" (stark) lässt sich die organische Entwicklung hin zu "Her Halo" nachvollziehen, von knackigem Modern Power Metal mit Anspruch ("For The Innocent" knüpft hier an) hin zu Prog Metal mit reichlich Gitarrenschmackes. Schon der dreizehn Minuten Kurzweil bietende Opener "An Ordinary Dream" zieht sämtliche Register, angefangen bei bretthartem Riffing über mehrstimmige Chöre und Dream Theater-Frickeleien (Petrucci hat diesmal unüberhörbare Spuren hinterlassen) bis hin zu symphonischem Pathos. Ins Gewicht fällt eigentlich nur der bedauerliche Abgang von Sänger Brett Rerekura, dessen einzigartiges Organ mit den charakteristischen Phrasierungen ich doch vermisse; sein Nachfolger Nathan Peachey lässt Teramaze etwas beliebiger klingen, auch wenn er unbestreitbar ein echter Könner ist. Das Songmaterial ist dennoch weiter über beinahe jeden Zweifel erhaben, erstrahlt in farbenfrohen Ideenreichtum und durchdachter Komplexität, die jedoch nie zu Lasten der Eingängigkeit geht: was sich instrumental etwa in "To Love, A Tyrant" abspielt ist schlicht von atemberaubender Schönheit, und auch die Melodiebögen des Titelsongs gehen tief unter die Haut. Wie bereits erwähnt wurde der Pathos-Faktor deutlich erhöht ("Broken"), was der Meisterschaft der Australier allerdings keinen Abbruch tut, auch wenn etwas sparsamer eingesetzte Anleihen an "Images And Words" und "Scenes From A Memory" und ein deutlicherer Fokus auf die in der Vergangenheit bereits zur Schau gestellten eigenen Stärken "Her Halo" gut zu Gesicht gestanden hätten. Das Jammern spielt sich hier aber auf extrem hohem Niveau ab: es gilt erneut ein echtes Meisterstück zu beklatschen. Ergo: sperrt die Ohren auf und sichert Euch ein wahres Kleinod (und tütet die beiden Vorgänger gleich mit ein, um die Alben hintereinander hören zu können).
8,5/10 - PM.


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