Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'H' :: HELRUNAR

HELRUNAR

NIEDERKUNFFT (56:31 min.)

PROPHECY / SOULFOOD
Ein Hauch (intellektueller) Avantgarde ummantelte Helrunar schon immer. Paradoxer Weise bauen die Münsteraner diesen Status 2015 zum einen weiter aus, zum anderen jedoch nähern sie sich der "normalen" Metalszene auch ein Stück weiter an: ist das textliche Konzept auf "Niederkunfft" erneut ausgeklügelt und weitab aller Szeneklischees, so präsentieren sich Skald Draugir und Alsvartr musikalisch eingängiger denn je. Die Runenbeschwörer bieten noch immer viel Pagan, aber weit weniger Black Metal als zuvor. Ein an britischen Death Doom der 90er Jahre im Allgemeinen und speziell an "Gothic" gemahnender Gitarren- und Grundsound überrascht den Hörer hier von Beginn an ("Totentanz"), und die, wenn auch stockfinstere, Zugänglichkeit des Openers und Titeltracks zieht ihn/sie sogleich in den Sog eines Albums, das Black Metal nicht als musikalische Raserei, sondern vielmehr als zwischen nebelgrau und pechschwarz changierende Stimmungsmalerei versteht. Auch die Wurzeln der Münsteraner im traditionellen Stahl und Thrash der 80er klingen hier immer wieder durch (Mittelpart von "Endkrist", während "Devils, Devils Everywhere!" ein wenig an Sodom erinnert), und insgesamt wirken die Kompositionen sämtlich aufgeräumt und durchdacht. Das Chaos darf aber auch weiter nicht zu kurz kommen und umweht demnach insbesondere das fulminante Abschlussdoppel "Die Kirch ist umgekehret" und "The Hiebner Prophecy" (mit mächtigem Death Metal-Riff glänzend). Aufgrund der neuen "Eingängigkeit" des Materials kann man Helrunar eine ähnliche Entwicklung wie Primordial vor ihnen bescheinigen (was auch für Skald Draugir im Vergleich zu Alan Averill gilt) - weg vom Black Metal der frühen Tage hin zu eigenständigem, aber auch breitere Hörerschichten ansprechendem Extremmetal. Ein bärenstarkes Album wie "Niederkunfft" sollte der Band solche definitiv erschließen.
8,5/10 - PM.


[ Zurück zum Index: 'H' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler