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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IN FLAMES

IN FLAMES

SIREN CHARMS (45:06 min.)

EPIC / SONY MUSIC
Ich gehöre sicher nicht zu jenen, die gleich in Flammen stehen (huihui...), wenn die Schweden ein neues Album veröffentlichen. Daher muss sich die Band durchaus ins Zeug legen, damit ich dem sirenenhaften Charme (huihuihui...) ihrer neuen Kompositionen erliege. Positiv fällt umgehend ins Gewicht, dass der sperrige Opener "In Plain View" mitnichten auf Nummer sicher geht - ein vielschichtig arrangierter und mit allerlei perkussiven Spielereien gespickter Grower buhlt gleich um ungeteilte Aufmerksamkeit. Echten Metal, es sei vorweggenommen, können (und wollen) In Flames anno 2014 offenbar nicht mehr, denn von der Band zur Stangenware degradierter Speedstoff wie "Everything Is Gone" lässt den Finger nervös gen Skiptaste schnellen. Überhaupt kann "Siren Charms" beim besten Willen nicht mehr als "Metal" bezeichnet werden: poppiger Radiostoff wie "Paralyzed" (gut!) und "Eyes Wide Open" oder zähfließende Melorocker im Stile von "Through Oblivion" und "Dead Eyes" forcieren die Metamorphose zum von metallischen Harmonien getragenen Alterna-Act in kompromissloser Art und Weise. Selbst wenn wie in "When The World Explodes" der Putz mal wieder von der Wand bröckelt, wird er von zurückhaltenden weiblichen Leadvocals vor einem allzu ungeschützten Aufprall bewahrt. Als "Monsters In The Ballroom" gehen In Flames 2014 jedenfalls nicht mehr durch - eher als zahnlose Schoßhündchen, deren Melodielinien nicht selten gefährlich nah an Schunkelniveau vorbeischrammen. Es scheint, als stünden die ehemaligen Trendsetter vor dem Berg der eigenen Ansprüche (der sich auch in textlicher Hinsicht auftürmt) - und hätten zu allem Überfluss das rechte Rüstzeug vergessen, um ihn überwinden zu können. Wer sich mit den Sirenen einlässt, muss sich eben in Acht nehmen.
6/10 - PM.


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