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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: TRIVIUM

TRIVIUM

VENGEANCE FALLS (47:48 min.)

ROADRUNNER / UNIVERSAL
Es scheint, als habe Matt Heafy sich in Sachen Stimmfärbung, Phrasierung und Melodieführung in der jüngsten Vergangenheit bei Corey Taylor nach Inspiration umgehört: jedenfalls tönen der Opener „Brave This Storm“ und der darauf folgende Titeltrack frappierend nach Stone Sour, gewürzt mit einer Prise Stakkato-Riffing der Meshuggah-light-Schule. Erst mit dem darauf folgenden „Strife“ scheint der Signature-Sound der Floridaer (Floridaristen? Floridänen?) verstärkt durch und steigert sich im Laufe des Albums in ein Potpourri, das offenbar den schwerverdaulichen aber nichtsdestotrotz mit starkem Songwriting glänzenden Brocken „In Waves“ vergessen machen soll. Gleichsam gilt es wohl das rückblickend etwas missglückte „The Crusade“-Album mit seiner Verbindung von Bay Area Thrash-Herrlichkeit und poppigen Refrains in den Schatten stellen: Heafy hat diesmal, und daher auch die Anleihen bei Stone Sour, erneut großes Augenmerk auf eingängige Songstrukturen und Hooklines gelegt. Dabei bedient man sich mitunter ausgiebig bei anderen Szenegrößen, errichtet In Flames einen Schrein („To Believe“) oder streut kurze Alice in Chains-Reminszenzen ein („At The End Of This War“). Man kann sich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass hier vieles nach Schema F gestrickt wurde – so werden die Teile der meist etwa 4,5-minütigen Songs im Mittelteil nicht selten vermittels truemetallischer Twin-Gitarrenduelle zusammengeheftet („No Way to Heal“). „Villainy Thrives“ fällt zudem komplett durchs Qualitätsraster, während „Incineration“ den Weg aufzeigt, den die Band auf ihrem bislang besten Album „Shogun“ und eben auch auf „In Waves“ eigentlich schon überzeugend eingeschlagen hatte: mehrdimensionales Songwriting mit Suchtfaktor und ohne großes Dollar-Kalkül zu produzieren. „Vengeance Falls“ hingegen wirkt reichlich konstruiert, uninspiriert und zu allem Überfluss auf einen bestimmten (Mainstream-)Markt zugeschnitten. Deshalb wird es definitiv nicht als Highlight in die Banddiskographie eingehen.
6,5/10 - PM.


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