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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IN EXTREMO

IN EXTREMO

KUNSTRAUB (44:58 min.)

UNIVERSAL /
Mit ihren beiden letzten Alben vermochten In Extremo mich trotz einzelner Hits nicht mehr zu packen – die 2005er Großtat „Mein rasend Herz“ schien ihr letzter kreativer Höhenflug zu bleiben. „Kunstraub“ entschädigt jedoch weitgehend für manche Längen auf den Vorgängern: es scheint, als hätten die Mittelalter-Rock/Metal Pioniere sich diesmal vorgenommen, die Bandstärken konzentriert auf den Punkt zu bringen. Dementsprechend entschlackt und durchkomponiert präsentieren sich die zwölf Stücke (keiner länger als vier Minuten) – nur der Song an sich zählt, die ausladende Instrumentierung hat sich dem unterzuordnen: und die Gitarre steht deutlich im Mittelpunkt. Außerdem muss man sich auch als Fan der ersten Stunde einfach daran gewöhnen, dass In Extremo heute plakativer (ZU plakativ im platten „Lebemann“) und eben auch mit einem Auge auf die Stimmung in großen Hallen schielend komponieren. Dennoch kann man es auf „Kunstraub“ einfach mal wieder genießen, wenn man sich entrückt auf einem Bein um den immer mehr in die Mitte sackenden Körperschwerpunkt hüpfend beim Mitsingen ertappt („Der die Sonne schlafen schickt“), Sänger Micha gekonnt den Gossenpoeten gibt („Wege ohne Namen“), der Pathos metertief unter die Haut schleicht („Gaukler“), der Metal durch die Hintertür erneut Einzug in den Bandsound hält (Titeltrack), die mittelalterliche Anzüglichkeit augenzwinkernd in ein zackiges Airbourne-Riff verpackt wird („Belladonna“) – oder mit „Feuertaufe“ die seit langem beste erste Singleauskopplung der Band wollüstig im Langzeitgedächtnis rotiert. Ein wirklich gutes Album also mit einigen wenigen Durchhängern („Doof“ – na ja, stimmt), das von seiner (Aufbruch-)Stimmung her frappierend an „Sünder ohne Zügel“ erinnert; außerdem heimst die Band den Preis für das beste Artwork des Jahres ein.
8/10 - PM.


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