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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: ORCHID

ORCHID

THE MOUTHS OF MADNESS (56:05 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Zunächst muss ich meine Kritik an der letztjährigen „Heretic“-EP relativieren, da diese tatsächlich drei exklusive, nicht auf „Mouths Of Madness“ verwurstete Songs enthält. Was die musikalische Ausrichtung auf „The Mouths Of Madness“ betrifft, haben die neuen Posterboys des Doom den Sabbath-Anteil im Vergleich zur Debüt-EP sowie dem traumhaften „Capricorn“ zumindest ein klein wenig zugunsten einer deutlicher sich abzeichnenden Classic-Rock-Kante zurückgefahren. Gleichzeitig wurde der Sound, insbesondere im Gitarrenbereich, bewusst roh gehalten, und schon der beschwingte und überraschend flotte Opener und Titeltrack gibt diese dezent neue Richtung vor – ein bärenstarker Einstieg, der alle Stärken Orchids vor Ohren führt. Aber auch alle Iommi- und Ozzy-Jünger werden flugs bedient, gemahnen die mächtigen Riffs von „Silent One“ (ob die Band hier augenzwinkernd beweisen will, dass nicht nur Sabbath, sondern auch Slayer zu ihren Einflüssen zu zählen sind, bleibt ihr Geheimnis) doch deutlich an „Sabbath Bloody Sabbath“, während „The Loving Hand of God“ erneut das kompositorische Potenzial „N.I.B.“s auslotet. In der Folge bieten Orchid (mit Ausnahme des Langweilers „Marching Dogs Of War“) durchweg gut- bis hochklassiges, dazu vielschichtig arrangiertes Material – kraftvolle Doomer wie „Nomad“ oder „Wizard Of War“ bzw. das swingende „Leaving It All Behind“ führen ohne große Umwege zu konvulsivischen Körperzuckungen. Insgesamt ist „The Mouths Of Madness“ dennoch ein Iota schwächer ausgefallen als „Capricorn“. Zudem bleibt fraglich, ob Orchid sich selbst einen Gefallen damit getan haben, bei den Bayern München des Metal (frische Talente werden gesichtet und flugs eingekauft) zu unterschreiben – das kommerzielle Potenzial des saftigen Doomrocks der Kalifornier scheint mir nach wie vor, auch in Ermangelung wirklich eingängigen Materials, äußerst überschaubar. Hoffentlich bleibt man nicht auf der Ersatzbank hängen…
8/10 - PM. (Gastautor)


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