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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: DECLINE OF TH ....

DECLINE OF THE I

INHIBITION (58:15 min.)

AGONIA /
Trilogie. Das Unwort des Jahres oder gar Jahrzehnts. Egal ob im Film-, Buch- oder Musikbereich, jeder Künstler, Musiker, Schauspieler, Drehbuchautor und Schriftsteller ist der Meinung, er müsse etwas ganz Besonderes machen und eine Trilogie seines Schaffens veröffentlichen. Diese Über-Trilogisierung der Welt macht auch vor Post Black Metal aus Frankreich nicht Halt und mit „Inhibition“ veröffentlichen unsere geliebten westlichen Nachbarn Teil 1 eines dreiteiligen Werkes, welches erst in unbestimmter Zeit zu Ende geführt werden wird. Bis dahin heftet man sich einfach an die Fersen der Landsmänner von Blut Aus Nord, die ein ähnliches Projekt am Laufen haben, und anderen Bands der scheinbar typisch-französischen Black-Metal-Schule. Was bei deutschen oder osteuropäischen Bands völlig fehl am Platze wirken würde, scheint für „Decline Of The I“ und sämtliche anderen Bands des ehemaligen Franken-Reichs irgendwie normal zu sein: avantgardistisch zu wirken, episch und dennoch kühl und distanziert, verspielt und experimentierfreudig und doch mit einem roten – oder besser schwarzen – Faden, der die einzelnen, leicht chaotisch wirkenden Stücke zusammenhält und zu einem depressiv-melancholischen Gesamtwerk formt. „Inhibition“ ist düster, verstörend, nichts für den sonntäglichen Gang zum Friedhof zwischendurch, sondern ein Kopfkino-Album für die dunkleren Stunden, wenn man seinen Gedanken freien Lauf lassen möchte. Auch wenn sich die schwarzmetallische Raserei in Grenzen hält, wirken die Stücke in ihrer Fremdartigkeit und ihrer experimentellen Wildheit doch zu abweisend und unzugänglich, um sie quasi im Vorbeigehen aufsaugen und verstehen zu können. Aber auch wenn man Zeit mitbringt, bekommt man nicht immer Zugang zu den acht, teilweise über zehn Minuten langen, Stücken. Man hat das Gefühl, die Franzosen hätten sich ein wenig zu viel zugemutet, die Ziele zu hoch gehängt. „Inhibition“ ist eine ambitionierte, engagierte, mächtige Platte, aber man möchte sie fast mit einem ambitionierten und engagierten, aber noch nicht ausreichend reifen Schüler vergleichen, dem man sein Zeugnis überreicht und sagt: „Gute Ansätze sind vorhanden, aber Du musst die Klasse leider wiederholen. Im nächsten Jahr klappt´s aber bestimmt mit der Versetzung!“
6/10 - CW.


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