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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: VISION OF DIS ....

VISION OF DISORDER

THE CURSED REMAIN CURSED (41:50 min.)

CANDLELIGHT /
Mit „The Cursed Remain Cursed“ meldet sich eine der dienstältesten Hardcore-Bands aus New York bzw. Long Island zurück: Vision Of Disorder. Die Amis haben sich nach über einer Dekade noch mal dazu hinreißen lassen, ein Lebenszeichen zu veröffentlichen, nachdem die letzte Scheibe im Jahre 2001 das Licht der Welt erblickt hatte. Was einen auf dem neuesten Werk erwartet, passt aber nur noch rudimentär in die Sparte Hardcore; zu metallisch und zu verspielt ist das Ganze, um sich noch mit dem Prädikat reinrassigen HCs zu schmücken. Wenn man den Begriff Metalcore etwas strapazieren und für die Vereinigung von Metal und Hardcore heranziehen will, wäre dies der deutlich passendere Begriff. Allerdings braucht hier niemand Angst davor zu haben, dass man 80er-Jahre-Gitarren, mädchenhaften Gesang oder andere musikalische Auswüchse zu hören bekommt, sondern Vision Of Disorder schmieden das zusammen, was musikalisch zusammen gehört. Frontmann Williams beweist dabei, dass er der Kitt ist, der die Band und ihre Einflüsse zusammen hält. Hardcore-Bands wie Angel Crew, 100 Demons oder auch Postcore-Kapellen wie Glassjaw und Poison The Well haben es vor Jahren schon vorgemacht, wie es sich anhören kann, wenn fetter Hardcore-Groove auf vielfältigen Gesang trifft, der sich nicht nur an die genretypischen Shouts gebunden fühlt. Hier sind Vision Of Disorder deutlich eher zu verorten als im typisch fett moshenden NYHC-Umfeld von Madball, Cro-Mags oder Subzero. Moshparts und Breakdowns gibt es auf „The Cursed Remain Cursed“ zwar auch noch, aber alles deutlich metallischer, thrashiger – ohne jedoch gleich ganz die Richtung neuerer This Is Hell oder Cruel Hand einzuschlagen. Dafür ist das neue Baby der Candlelight-Combo einfach deutlich zu fett und zu drückend ausgefallen. Im Endeffekt bleibt nur zu sagen: wem Hardcore nicht metallisch genug ist und Thrash Metal zu lahm klingt, wer an der Verbindung beider Musikstile Gefallen gefunden hat, aber sich mit typischen Metalcore-Bands nicht arrangieren kann – oder will – der sollte auf jeden Fall einmal „The Cursed Remain Cursed“ ein Ohr schenken. Nicht jedermanns Ding, aber deswegen keinesfalls schlecht!
7/10 - CW.


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