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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THE KORDZ

THE KORDZ

BEAUTY & THE EAST (Heroes & Killers Edition) (63:43 min.)

EAR MUSIC / EDEL
Bereits im März 2010 habe ich versucht dieses geniale Teilchen namens „Beauty & The East“, seinerzeit noch über Mass Records / Umi Music in die Umlaufbahn gebracht, jedem geneigten Stromgitarrenfan schmackhaft zu machen. Nach einer Support-Tour für Deep Purple im letzten Jahr und nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass harte Rockmusik mit orientalischen Einflüssen verschiedenster Prägung an Beliebtheit und Aufmerksamkeit gewinnt, haben sich nunmehr Ear Music / Edel der Vermarktung angenommen und bringen den 16-Tracker mitsamt einer Bonus-Doku-DVD als ’Heroes & Killers Edition’ erneut heraus.

Der filmische Part enthält neben dem Videoclip zum Band-Hit „Last Call“ und zehn fantastischen ’unplugged live’-Minuten (mit Gastmusikern u.a. an Tabla und Geige) eine durchaus eindrucksvolle 45-minütige Dokumentation der Bandhistorie in ihrer libanesischen Heimat. Diese „Rock in a hard place“ betitelte Aufarbeitung führt - ähnlich wie seinerzeit ’Global Metal’ - bemerkenswert vor Augen, dass Rockmusik in einigen Teilen der Welt immer noch ein tatsächliches Ventil zur Expression & Rebellion innerhalb repressiver politischer und kultureller Strukturen ist, und eben nicht nur Freizeitbelustigung, Elternschreck oder Sauf-Soundtrack. Rock als Flucht, Rock als Katharsis, Rock als Möglichkeit den Bombenlärm zu übertönen. Die Wirkung auf den geneigten Zuschauer: Gänsehaut.

Auf den unveränderten CD-Part der ’Heroes & Killers Edition’ treffen meine Worte aus 2010 dabei nach wie vor zu: „Ein überragendes Werk wie „Beauty & The East“, das kongenial betitelte Debüt der libanesischen Heavy-Rocker The Kordz, zählt definitiv bereits jetzt zu meinen musikalischen Jahresfavoriten. Aus einem mächtig überzeugenden 16-Tracker, bei welchem lediglich „Again“ und „Nic-o-Teen“ als leichte qualitative Durchhänger zu bezeichnen sind, ragen vor allem noch „Deeper In“ (DER Hit der Scheibe und ein tolles Beispiel, wie man aus zwei Akkorden einen genialen Refrain schrauben kann), die melodramatische (Semi-) Ballade „Save Us“, „Last Call“ (mit schickem Chorus und einschmeichelnder arabischer Tonfolge) sowie die sehr Tea Party-affinen „Insomnia Kid“ und „The End“ heraus, die mit ihren mitreißenden Grooves, den orientalischen Beigaben und dezenter Orchestrierung auch auf „The Interzone Mantras“ ein gute Figur abgegeben hätten. Passender Weise haben Sänger Moe Hamzeh, Keyboarder Mazen Siblini und Gitarrist Nadim Sioufi niemand Geringeren als The Tea Party-Wundertrommler Jeff Burrows für die Studioarbeit, die sowohl im Libanon als auch in Kanada und den USA unter der Regie von Produzent Ulrich Wild (u.a Deftones, White Zombie und Static X) stattfand, verpflichten können. Burrows verleiht den exquisiten Kompositionen mit seinem gewohnt filigranen, aber dennoch extrem Bauch-lastigen Power-Drumming jedenfalls die perfekte rhythmische Basis. Musikalisch lassen sich The Kordz am ehesten als formidable Mischung aus Heavy- und Alternative-Rock bezeichnen, wobei diese satt rockende, aber immer smarte Mixtur mit diversen Skalen und Melodien aus dem kulturellen Dunstkreis des Trios ausstaffiert wird, was The Kordz eine ungemein authentische, eigenständig folkloristische Färbung verleiht. Als jammten Tea Partys Jeff Martin und Jerry Cantrell (Alice In Chains) mit Orient-Rock-Freaks und schafften es hierbei noch eingängige Songs mit Widerhakenmelodien und Gänsehautgefühl zu kreieren. Orphaned Land, die indes gänzlich andere musikalische Ansätze verfolgen, bekommen jedenfalls massive Qualitätskonkurrenz aus orientalischen Gefilden. Dass sich die Lyrik zudem mit global ausgerichteten politischen und sozialen Themen beschäftigt sowie Werte wie Liebe und Toleranz thematisiert, macht dieses Künstlerkollektiv umso wertvoller und sympathischer. Pflichtkauf für Rock- und Metal-Gourmets!!!“

PS: An einem Day-off der Purple-Tour habe ich The Kordz, die sich mittlerweile in der festen Live-Besetzung Moe Hamzeh (Gesang), Mazen Siblini (Keyboards), Nadim Sioufi (Gitarre), Abou SOUS (Schlagzeug), Alan Azar (Gitarre), und Nadim Abou Chakra (Bass) gefunden haben, bei einer Show in der Krefelder Kulturrampe, mangels Fan-Zuspruch nahezu unter Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit, gesehen und kann Euch nur empfehlen, die Vollblutmusiker bei ihrer nächsten Visite nicht zu verpassen! http://www.thekordz.com und http://www.myspace.com/thekordz
9/10 - CL


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