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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ICED EARTH

ICED EARTH

DYSTOPIA (45:11 min.)

CENTURY MEDIA / EMI
Mit Erscheinen des „Something Wicked This Way Comes“-Albums war für mich anno 1998 engültig klar, dass Iced Earth auf dem Weg waren, das nächste große Ding in Sachen traditioneller Heavy Metal zu werden. Dass daraus nichts wurde, ist allgemein bekannt; dass Iced Earth heutzutage noch immer selbst auf den größten Festivals obere Positionen besetzen, zeigt, welchen Bonus man aufgrund solcher 90er-Großtaten wie „Night Of The Stormrider“ oder „Dark Saga“ und trotz vierer durchwachsener (sorry, aber sowohl „Horror Show“ als auch „Glorious Burden“ sind KEINE Klassiker) bis grottenschlechter Alben in Folge in der Szene noch genießt. Der neuerliche Ausstieg von Signature-Shouter Matt Barlow verhieß jedoch nichts Gutes für die Zukunft der Band, ein Eindruck den man mit Neusänger Stu Block (Into Eternity) jedoch zum Glück weitgehend vom Tisch fegen kann. Dies liegt in erster Linie daran, dass Schaffer wieder knackige Riffs und eingängig arrangierte Songs schreibt anstatt seine und unsere Zeit damit zu verschwenden, Comicstoryboards und vor Pathos triefende Bombastbrocken zu stümpern (lediglich „V“ nervt etwas mit Blind Guardian-Chören). Wie dominant seine Songwritinghandschrift ist, äußert sich darin, dass Block in mittleren Tonlagen über weite Strecken original wie Barlow klingt und in den Höhenlagen sehr stark Ripper Owens gleicht; lediglich in balladesken Momenten zeigt sich das eigenständige Timbre des Kanadiers. Wie gesagt bieten auch die Songs auf „Dystopia“ wieder echte Aha-Erlebnisse. Das allseits beliebte Maschinengewehrriffing Schaffers peitscht Bangerstoff wie den Opener und Titeltrack, „Equilibrium“ oder den maidenesken Doublebasskracher „Dark City“ unbarmherzig voran; dagegen steht typischer, gelungener Halbballadenstoff wie etwa „Anthem“, “Anguish Of Youth“ und „End Of Innocence“. Die durchaus eingängigen Refrains Blocks erreichen zwar kein Weltklasseniveau, können sich über weite Strecken aber durchaus hören lassen. Somit steht unterm Strich ein Album, das Iced Earth zwar noch nicht in Bestform präsentiert, nach dem Totalausfall „Crucible Of Man“ immerhin aber für eine deutlich ansteigende Formkurve steht und sich so im soliden Mittelfeld der Banddiskographie neben „Burnt Offerings“ einordnet. Das nächste Album muss dann allerdings mal wieder richtig durchstarten, sonst dürfte die Höhenluft für Schaffer & Co. wohl immer dünner werden.
7,5/10 - PM. (Gastautor)


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