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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ILLUMINATUS

ILLUMINATUS

GLASNOST (51:56 min.)

HEADROOM RECORDS /
Es ist für mich als Rezensenten immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Musik auf mich wirkt. Die Band kann alles geben und nach ihrer Ansicht einen Hit nach dem anderen auf das Album bannen, mich lässt es jedoch kalt. Andere Bands wiederum haben das gewisse Etwas und ziehen mich mit ihrem Album hypnoseartig in den Bann. Natürlich gibt es auch noch einige Abstufungen dazwischen, aber ich möchte im Falle Illuminatus bzw. „Glasnost“ den Bann-Fall näher ausführen. Die Zutaten scheinen profan: Drums, Gitarre, Bass und Gesang. Doch mit dem Erklingen des ersten Tons fühle ich mich wie an einem anderen Ort, die Soundcollagen der spanisch-englisch-italienisch-deutschen Kollaboration vereinnahmen mich vollends und ziehen mich in ihren Bann. Die Gitarren wurden auf düster geschraubt und schreddern ihre Riffs gnadenlos in die Gehörwindungen. Nicht genug der Folter, weiß man dies melodisch zu flankieren und verpasst den Songs einen eingängigen Charakter, den es eigentlich nicht bedurft hätte. So wird das Gefühl, musikalisch völlig paralysiert zu sein, verstärkt; man ist auf Droge und gibt sich immer weiter die volle Dröhnung. Gänzlich abdrehen muss man, weil Julio Taylor mit seinem heiser wirkenden Cleangesang richtig Gas geben kann und eine stimmliche Wucht entfaltet, die gepaart mit den zur Breitwand aufgebauten Gitarrenklängen wie ein massives Inferno daherkommt, dem man nicht mehr entrinnen kann. Nur eingangs stutzte man kurz und hatte das Gefühl, sich dieser massiven Präsenz entziehen zu können, doch auch wenn ’Murdocracy’ etwas im Fahrwasser des Titeltracks zu schwimmen schien, wurde dieser Eindruck relativ schnell weggeblasen. Zum Ende wird es etwas ruhiger. ’Gosling’ ist ein Instrumental und das nachfolgende ’Clarity’ die Ballade, die dann doch wieder keine sein möchte. Der Rausschmeißer ’Wolves!’ zieht den Dynamikregler wieder etwas hoch und schließt ein Album ab, das mörderisch groovt und wahrscheinlich als das Album bezeichnet werden kann, das Linkin Park gerne gemacht hätten, wenn sie nicht so sehr auf den Mainstream geschaut hätten. Illuminatus sind mit „Glasnost“ der Geheimtipp, der hoffentlich nicht lange ein solcher bleiben wird.
9/10 - RB.


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