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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ICH SUCHTE GL ....

ICH SUCHTE GLÜCK UND FAND NICHT MAL DIE LIEBE

MARKUS FÖRSTER

EIGENVERLAG

Seiten / EUR
Gedichte haben´s schwer! Lyrik will doch keiner lesen. Will demzufolge auch keiner kaufen. Da wundert es nicht, dass Markus Förster, der im Gegensatz zu vielen selbsternannten Szeneschreiberlingen und Im-Orkus-Gedichte-Veröffentlicher, wirklich was drauf hat, auch sein neuestes Werk wieder im Eigenverlag herausbringen muss. Natürlich macht es Sinn, dass er dieses Buch so ziemlich jedem Magazin zum Rezensieren anbietet, dass irgendwie Szenekompatibel ist. Auch das „Obliven“ nennt sich „Gothic und Metal Mag“. Immerhin sagte man der Gotenszenerie ja einst nach, dass sie etwas verinnerlichter, etwas intellektuellerer sei, als alle anderen Jugendsubkulturen. Wer so etwas wie Goethes Erben gut findet, der liest (und kauft) auch Gedichte...

Tja. Das ist nur leider vorbei. Die Hochzeit von Goethes Erben war vor knapp 15 Jahren, was aus der Szene geworden ist, fragt sich auch Oswald Henke inzwischen immer öfter kopfschüttelnd (zumindest Backstage nach einer Flasche Rotwein) und leider wird meine Rezension im „Obliveon“ absolut nichts bringen. Nicht weil das Buch schlecht ist. Nein!

Markus Förster schreibt literarisch, handwerklich einwandfreie Gedichte. Gedichte die einen Menschen zeigen, der aggressiv, wütend, sehnend, aber vor allem immer wahrhaftig und empfindend durch die Welt geht. Alltagsbetrachtungen, Momentaufnahmen, Sehnsüchte, Wünsche, Erkenntnisse in Worte und Sätze zu kleiden vermag, die einem schlicht den Atem rauben... wenn man sich darauf eingelassen hat. Aber leider, lieber Markus Förster. So sehr ich es Dir gönne und Dich vor allem für Dein Durchhaltevermögen bewundere, die Szene liest auch keine Gedichte mehr. Schau sie Dir einfach nur mal an, die bunten Cybergoten, Manga-Verschnitte, Blutengelchen und wie sie alle... Gedichte? Das einzige was die lesen, sind Foren im Internet, in denen andere, als die eigene Lieblingsband, herunter gemacht werden. Da hilft auch das Vorwort von Thomas Sabottka, der es immerhin schön auf den Punkt bringt, vermutlich nichts. Der Mann, der einst aufgrund seiner Verbindung zu ASP und dem Vorprogramm auf deren Tour, als „Szene- und Kultautor“ hochgejubelte Literat, macht auch längst kein 100%iges Szenekompatibles Produkt mehr. Vielleicht hätte ein Vorwort von Chris Pohl oder... ich halt jetzt lieber meine freche Schnauze. So. Wenn diese Provokationen jetzt einige Leser des „Obliveon“ zum Kauf des wunderbaren „Ich suchte Glück....“ Gedichtbandes von Markus Förster herausforderte, einfach nur, weil sie mir das Gegenteil beweisen mussten... dann hab ich mein Ziel erreicht und Markus hätte es verdient.

AvG


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