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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ICHOR

ICHOR

BENTHIC HORIZON (38:13 min.)

BASTARDIZED /
Die Trierer Death-Metal-Formation „Ichor“ ist mit Sicherheit eine der größten nationalen Hoffnungsträger im Bereich extremerer Musik und das trotz ihrer jungen Jahre. Mit dem Nachfolger zum umjubelten Debüt „The Siege“ haben sie nun ein Konzeptalbum geschaffen, welches ihre Klasse ein weiteres Mal unterstreicht und ein dickes Ausrufezeichen hinter ihren bisherigen Werdegang setzt. „Benthic Horizon“ nimmt den Hörer mit unter Wasser und bereits das feuchte Blubbern zu Beginn von „The Gorgon“ deutet an, dass dies ein langer und ungestümer Weg wird. Unter der Oberfläche lauern brutale Monster, die sich teils langsam und einer unaufhaltsamen Naturgewalt gleich, teils rasend schnell und mit ungezügelter Aggressivität über den ungebetenen Besucher hermachen. Bevor man sich versieht, wird man von einer Bestie gepackt, die mal mehr Oldschool-Death-Metal ist und mal auf modernen Deathcore-Pfaden schwimmt und die einen wütend hin und her wirft, um einen mit ihren messerscharfen Riffs und tonnenschweren Doublebassattacken zu zerfetzen. Ab und an scheint das Monstrum einem die Chance zur Flucht geben zu wollen, das sind die Sekunden, wo die beiden Gitarristen Daniel Jacobi und Alex Hallet filigrane Melodien aus ihren Sechssaitern zaubern, die einem Hoffnung machen, doch noch einmal das Tageslicht erreichen zu können – aber diese Augenblicke sind nur dazu da, um einen kurz darauf noch härter in die Mangel nehmen zu können. Die Hölle um einen herum wird begleitet von einer dunklen und bedrohlichen Stimme, die einem mit ihrer Intensität Angst einflößt und hier und da vernimmt man einen zweiten Räuber im Hintergrund, der mit seiner heiseren, fast schwarzmetallischen Stimme den perfekten Gegenpart bietet. Vorbei an hässlichen und doch faszinierenden Fischschwärmen („Among the swarm“) geht es immer weiter hinab in die unmenschlichen und nachtschwarzen Tiefen des Meeres („The deepest blue is black“). Nach einer knappen halben Stunde ist die schmerzhafte und doch unglaublich intensive und mitreißende Höllenfahrt vorüber und man spürt, wie die Seele den eigenen Körper verlässt, um sich mit den anderen gefangenen Geistern zu vereinen, die den Monstern namens „Ichor“ bereits zum Opfer gefallen sind („Possessor Of Souls“). Das I-Tüpfelchen auf diesem empfehlenswerten Trip zum Meeresgrund ist das passende Cover aus dem Hause „Toshihiro Egawa“, der dem akkustischen Martyrium ein optisches Ebenbild zur Seite stellt und aus „Benthic Horizon“ eine absolut runde Sache macht, die nicht nur Wasserratten gefallen dürfte.
8/10 - CW


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