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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IGNIS FATUU

IGNIS FATUU

ES WERDE LICHT (57:11 min.)

DANSE MACABRE / ALIVE
Wirklich erfrischend klingt die Musik der Nürnberger Mittelalterband Ignis Fatuu, die mit „Es Werde Licht“ ihr erstes Full Length Album vorlegen, vergleicht man diese mit der Musik von vielen etablierten Bands dieses Genres. Bands wie Subway To Sally, Saltatio Mortis oder auch Schandmaul liefern durchaus noch gute Alben ab, aber mir zumindest fehlt auf diesen letzten Alben so ein wenig das was diese Bands am Anfang ihrer Karriere ausgezeichnet hat. Halt dieses Frische und Verspielte was dieses Musikgenre eigentlich ausgezeichnet hat. Das Spiel mit folkigen und mittelalterlichen Klängen in Verbindung mit härteren Gitarren. Dies ist zwar bei den Bands durchaus immer noch vorhanden. Aber entweder hat es sich bei der einen Band zum Bombast gewandelt und bei der anderen Band ist es anscheinend zur einfachen Routine und Pflichterfüllung verkommen. Es fehlt so ein wenig die Spielfreude und der Spaß an der Musik. Und genau dies verkörpern Ignis Fatuu, die mit Sicherheit das Genre nicht Neu erfinden werden, die aber mit einer riesigen Spielfreude und Spaß an die Sache gehen wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe. Songs wie „Der Nordwind“ oder „Narrenweib“ versprühen genau die Magie welche Subway To Sally oder Schandmaul in den Frühzeiten ihrer Karriere hatten. Irgendwo genau zwischen diesen beiden Bands liegt auch die Musik der Franken. Mit allerhand Instrumenten wie Schalmei, Dudelsack, Drehleier und Flöte bauen die Nürnberger durchaus Genre gerecht ihre Songs auf und packen diese in ein sehr wohlklingendes rockiges Gewand, das auch durchaus mal härter werden kann, aber meistens so auf der Stufe der ersten drei Schandmaul Alben liegt. Direkt bei den ersten Songs fällt auf, dass Ignis Fatuu ein durchaus gutes Gespür für Melodien haben. Songs wie das sehr tolle und abwechslungsreiche „Sehnsucht“, das zudem über ein klasse Geigensoli verfügt, oder auch das tolle „Nordwind“ verfügen über wirklich eingängige Melodien und sehr griffige Refrains, so dass einem die Songs direkt im Kopf bleiben. Dies hält sich auch durch das ganze Album. Mal härter (Illusion) und mal etwas sanfter (Einsam) zelebrieren die Franken ihre Musik, die durch wirklich großen Abwechslungsreichtum zu gefallen weiß, und schließt schließlich mit dem tollen „Wächter Der Nacht“. Auch wenn es natürlich nicht wirklich innovativ ist was die Band hier bietet, so gibt es doch einen Unterschied zu vielen anderen Bands in diesem Genre. Die Band hat Spaß an diesem Sound und zeigt dies auch sehr deutlich und mischt schon bekannte Elemente mit ihren eigenen Sounds und Ideen. Herausgekommen ist dabei ein wirklich interessantes und frisch klingendes Album das durchaus den einen oder anderen kleinen Hit hat. Vielleicht ist es ja auch ganz gut wenn eine junge Band mal etwas frischen Wind in dieses inzwischen schon recht angestaubte Genre bringt. Ein Album das wirklich Spaß macht.
8,5/10 - TE


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