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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: I SCINTILLA

I SCINTILLA

PREY ON YOU (41:52 min.)

ALFA-MATRIX / SOULFOOD
Weihnachten steht vor der Tür und Zeit wird´s für ein paar kleine Präsente, so als Vorgeschmack für die große Bescherung. Ähnlich haben wohl auch die Industrialrocker von I Scintilla gedacht, und – um die Vorfreunde aufs Album anzufachen – die EP „Prey On You“ auf den Markt geschickt. Freuen darf man sich über drei Songs und üppig Bonusmaterial, ihre Fans beschenken I Scintilla also reichlich. Da tönt bei „Prey on you“ ein sechsminütiger sexy Synth-Pop-Ohrwurm aus den Lautsprechern, und obwohl die Single nicht so schnell ins Ohr geht wie vielleicht „Hollowed” und leider auch nicht an Songs wie „Cursive Eye“ oder „Taken“ rankommt, lohnt sich das „auspacken“ schon mal auf alle Fälle. Mit „Ammunition“ geht es dann nicht mehr ganz so besinnlich weiter. Ein rasanter Einstieg, verzerrte Stimmen und Shouts machen das Industrial Metal Stück zu einem interessanten Liedchen. Nun, nächstes Türchen im Adventskalender: „Hollowed“, sexy swingender Electronic Rock, überrascht mit einem catchigen Refrain, fällt aber im Gegensatz zum Remix noch seeehr brav aus. Ach ja, genau: was für unsereins eine süße Verkürzung der Weihnachts-Wartezeit (oder der „Wann-kommt-denn-endlich-das-neue-Album-Wartezeit“), das ist für andere wohl der gewünschte Experimentier-Kasten. Denn wie kleine Kinder mit Bauklötzen spielen, so scheinen auch die für die Remixes Verantwortlichen ihren musikalischen Spieltrieb am Songmaterial ausgelassen zu haben. So hat man allein schon die Single in weitere drei verschiedene Verpackungen gesteckt. Hand angelegt hat u.a. Sebastian R. Komor, der deutlich böseren und dunkleren Electro abliefert. Background-Vocals als ein himmlisch-horrormäßiges Element und schrabbende Synthies lassen dieses Stück in einer völlig anderen Fassade daherkommen als das Original. Der Studio X Hard Dance – Mix springt mit technomäßigem Beat aus der Schachtel und drängt mit ganz schön viel Speed die Vorlage tempomäßig in den Schatten. Der Cylab-Mix, etwas verschwommen und (im Gegensatz zu den anderen Remixes) leicht langweilig, mag hier etwas zu engelsbrav daherkommen.
Dafür treibt der C/A/T-Mix von „Ammunition“ jeglichen festlich freudigen Frieden aus der Bude, denn – wenngleich nicht gar so rasend wie „Ammunition“ selbst – verdüstern brummige Synthies und scharfe Live-Drums den Song. Vocals? – hier nur die Kugel am Weihnachtsbaum, Rhythmus und Beat stehen eindeutig im Vordergrund. Zuletzt schließt noch ein Indigent Mix by Die Warzau die Bescherung ab. Neben einem Hauch Glamour tönt es nun noch rhythmischer aus der Anlage, und scheinbar auch noch tanzbarer.
Aaaalso: I Scintilla verpacken ihre Experimentierfreudigkeit (rumgewurstelt wird mit Electronic-, Rock- und Pop-Elementen) in einen schönen Karton aus Synthesizern, Live- und Programmed-Drums und hervorragender Arbeit mit den Vocals. Kleben wir bei den „Ingredients“ noch „sexy Rhythmen, düstere Sphären und eine gewisse Ähnlichkeit mit The Birthday Massacre“ drauf, und fertig ist der acht Türchen große Adventskalender.
Zumindest haben wir fürs neue Jahr schon einen neuen Vorsatz: den Absatz der Musikindustrie ankurbeln und das kommende Album „Dying and falling“ kaufen!
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