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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: IMPIOUS

IMPIOUS

DEATH DOMINATION (36:11 min.)

METAL BLADE / SONY
Bitte nehmen sie ihre Plätze ein, stellen sie das Rauchen ein und beachten sie die Anschnallzeichen. Sobald das Licht gedimmt ist, geht es los. Bretthart und auf Tempo getrimmt legt der Opener ‘Abomination Glorified ‘ los und sagt gleich an, wohin die Reise gehen wird. Nach meinem Eindruck haben sich die Schweden im Vergleich zum letzten Album „Holy Murder Masquerade“ eine Härtekur verpasst, denn die Midtempostampfer mussten Brachialität und Aggression weichen, melodische Zwischenspiele und Grooveparts spielen in der Konzeption auf „Death Domination“ eine eher untergeordnete Rolle. So versieht man sich und wundert sich dann, dass sich hier eine Abrissbirne nach der anderen die Klinke in die Hand geben und man das Gefühl bekommt, dass hier irgendwas auf der Strecke geblieben ist. Doch halt, wer denkt, dass hier alles nach Schema F läuft, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Auch wenn die Melodien rauer geworden sind, das Tempo angezogen wurde und man musikalisch wohl eine gehörige Gradwendung vollzogen hat, weiß man sich zu erinnern, dass eindimensionale Songs auf Dauer langweilig werden. Erstes Anzeichen für ein Tempobreak mit Zwischenspiel ist ‘Hate Killing Project‘, doch es scheint die Wende zu mehr Variation, Melodie und schleppendem Midtempo zu sein, denn ‘Rostov Ripper‘ fräst sich auf Anhieb in die Gehirnwindungen und avanciert aus dem Stand zum Anspieltipp, während das nachfolgende ‘Legions‘ in ähnlicher Manier daherkommt und den Eindruck manifestiert, dass die zweite Albumhälfte nicht nur ein anderes Bild der Schweden abliefert, sondern auch die Trademarks wieder zum Vorschein kommen, die man gewohnt ist und schätzt. So ist „Death Domination“ wie ein Fußballspiel mit unterschiedlichen Halbzeiten, wobei jeder für sich entscheiden kann, ob die Mannschaft in der ersten oder in der zweiten Hälfte schlecht bzw. schlechter spielt oder ob es nur einfach ein anderes Spiel ist, dass dem Album seinen Reiz verleiht und zeigt, dass die Jungs im Death und Thrash nicht nur Zuhause sind, sondern ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben. Für mich ist „Death Domination“ im Vergleich zu „Holy Murder Masquerade“ wie ein Spreizschritt, denn man hat sich neu erfunden, sondern eine härtere und aggressivere Seite offenbart, die ebenfalls Bestandteil der Band ist und dafür sorgen wird, das man nicht zu sehr in bestimmt Muster verfällt und demzufolge leicht abgestempelt wird. Impious sind anders als vor über zweieinhalb Jahren, aber Stagnation ist heutzutage bekanntlich Rückschritt. Wer es verpasst hat, den Stream des Albums auf The Gauntlet zu hören, muss sich in den Laden begeben und „Death Domination“ anchecken. Aber, so viel Zeit muss sein, gönnt euch die Ruhe, schnallt euch an und lasst euch von Impious 2009 in die Atmosphäre katapultieren.
8/10 - RB


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