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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: INDUKTI

INDUKTI

IDMEN (63:18 min.)

INSIDE OUT / SPV
Polen ist seit Riverside für mehr als nur für Mastgänse und importierte Billigzigaretten bekannt. Vielmehr scheint in Polen die neue Hoffnung des Prog zu liegen, denn mit Indukti gelingt es nun bereits der zweiten Band aus dem östlichen Nachbarland innerhalb kürzester Zeit einen mehr als bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen. Musikalisch haben Indukti mit Riverside allerdings nicht allzu viel gemeinsam. Indukti ist irgendwie abgefahrener, irgendwie kranker und auch in gewisser Weise vielschichtiger. Dies liegt vor allem an der Bandsituation im Allgemeinen, denn es gibt im Grunde genommen keinen Sänger oder Sängerin. Die Songs werden also rein instrumental komponiert und erst im Nachhinein begibt man sich auf die Suche nach einem geeigneten Gastsänger. Die Songstrukturen werden durch dieses Vorgehensweise meines Erachtens zwar wirrer, aber gleichwohl auch interessant. Jedenfalls funktioniert es hervorragend. Ein weiterer Punkt, der Indukti unvergleichbar macht ist der Einsatz von Geige, Dulcimer und anderen Prog-Metal unüblichen Instrumenten. Das alles macht es auch so schwer „Idmen“ mit irgendetwas zu vergleichen. Klar, die Riffs klingen teilweise nach Tool („indukted“, „nemesis voices“) und auch ein wenig Pain Of Salvation ist hier und da herauszuhören, aber man würde Indukti nicht gerecht werden, würde man sie auf diese Vergleiche reduzieren. Am besten ist es, in den Laden zu gehen, sich „Idmen“ zu kaufen und sich an Songs wie „sansara“, „indukted“ und „tusan homichi tuvota“ wochenlang zu ergötzen. Musikalisch und produktionstechnisch ist alles absolut im grünen Bereich und auch die Auswahl der Gastsänger, namentlich Nils Frykdahl (Sleepytime Gorilla Museum), Maciej Taff (Rootwater) und Michael Luginbuehl (Prisma), war gut überlegt und so passen sich die Klangfarben der Stimmen an die jeweiligen Songs perfekt an. Indukti schaffen mit ihrem Neuling „Idmen“ den Schritt aus dem Schatten vieler Prog-Bands, die heutzutage ohnehin leider fast alle gleich klingen und beweisen Selbständigkeit. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass man sie in naher Zukunft live erleben darf.
9/10 - AB


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