Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ICHOR

ICHOR

THE SIEGE (36:52 min.)

BASTARDIZED / ALIVE
Ichor ist noch ein junger Spross am heimischen Death Metal Firmament, der sich erst 2008 gegründet hat und nach Veröffentlichung einer Split CD nun mit „The Siege“ ihr Debüt vorlegen. Musikalisch findet man sich nicht nur im erwähnten Death Metal wieder, sondern ist eher technisch orientiert und bedient sich melodischer und moderner Elemente. Dies äußert sich dahingehend, dass der Fünfer nicht nur unheimlich viel Energie versprüht und die Songs massiv aus den Boxen pressen, sondern auch eine gewisse Leichtfüßigkeit bei ihren Breaks und Riffgewitter an den Tag legen. So wirkt „The Siege“ wie eine Breitwand-Achterbahnfahrt mit Zerstörungskraft, die sich in den langsameren Passagen zu sammeln scheint, um ihren Vernichtungszug nach erneuter Tempoaufnahme noch urgewaltiger fortzusetzen. Die Spielkunst der Jungs kommt dennoch in ausreichendem Maße zur Geltung, so dass man vor diesem Debüt, das vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, den Hut ziehen muss. Hypnotisch, brachial und mit einer gewissen Ironie versehen spulen die Jungs ihre Spielkunst ab, was fragmentarisch je Song betrachtet eine wahre Ohrenweide ist. Dazu die ergreifenden Growls und Scream von Erik, und man würde seine Kinder nicht mehr ohne Personenschutz vor die Tür lassen. Einzig an der jeweiligen Songidentität hapert es etwas, denn bei der Gesamtbetrachtung geht der einzelne Song unter, alles wirkt wie nach einem bestimmten Muster abgespielt, für sich betrachtet immer auf sehr gutem Niveau, in seiner Einheit jedoch mit Einbußen versehen. Zielsicher hat man mit „The Siege“ ein fettes Brett und spielerisch ein Reifezeugnis abgelegt, unbestritten. Wer es sich und seiner Umgebung auf die Zwölf geben will, ist daher bestens bedient. Wer sich eine andere Art von Abwechslung wünscht, muss Abstriche machen und der Band noch etwas Zeit geben, denn ich denke, dass sie mit diesem Potenzial sicherlich auch in der Lage sein wird, etwas ausgefeiltes Songmaterial zu kreieren. Wohl denn, warten wir was die Zukunft bringt, sieben Punkte zeigen die Luft nach oben auf.
7/10 - RB


[ Zurück zum Index: 'I' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler