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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: THIS ENDING

THIS ENDING

DEAD HARVEST (44:38 min.)

METAL BLADE / SPV
This Ending hatten im auslaufenden Jahr 2006 mit „Inside The Machine“ ein saustarkes Debüt rausgehauen, so dass das neue Album „Dead Harvest“ von mir mit Spannung erwartet wurde. Da man mit dem Mix und Mastering nicht zufrieden war, verschob sich die Veröffentlichung zusätzlich, aber Anspruch hat man – und nimmt auch etwas mehr Zeit in Kauf – oder eben nicht. Die Messlatte liegt nach „Inside The Machine“ natürlich hoch und auch der Fan wird Nebenschauplätze (in diesem Fall Amon Amarth-Schlagzeuger Fredrik Andersson) genau unter die Lupe nehmen. In diesem Fall hat „Dead Harvest“ einen bärenstarken Opener, der brutal und massiv aus den Boxen strömt. ‘Trace Of Sin‘ offenbart eine druckvolle Produktion und – soweit bereits vorweggenommen – melodischen Death Metal par exellence. Kraftvoller Gesang trifft auf wuchtiges, maschinengewehrartiges Drumming und wird von sich nahtlos in die Stimmung einbindenden Gitarren flankiert. Cleane Vocals mag Mårten Hansen nicht gerade und so beißt er sich growlend auch durch diese Scheibe. Sieht man mal von den auf Dauer nervenden Maschinengewehrsalven ab, ist „Dead Harvest“ ein mitreißendes Album geworden, das viel Licht und auch kleine Schattenseiten hat. Lichtdurchflutet sicherlich der oben bereits erwähnte Opener, der Nackenbrecherqualitäten hat und für die Eröffnungssequenz nicht schlecht gewählt ist. ‘Parasites‘ ist gedrosselt, kommt im Midtempo daher und baut eine bedrohliche Kulisse auf. Dagegen fällt ‘Machinery‘ etwas ab, auch wenn es in die Gesamtkonzeption des Albums passt. Danach folgt mein persönliches Lieblingsstück, denn hier stimmt der Einstieg und das Riffing ist einfach und mitreißend. ‘Instigator Of Dead Flesh‘ wird, sofern uns die Schweden jemals Live einen Besuch abstatten werden, richtig abgehen, dafür lege ich meine Hand ins viel zitierte Feuer. ‘Dellusionists‘ ist wieder ein Stück, dass irgendwie eine Lücke füllen sollte und etwas deplatziert wirkt, wird es doch von zwei richtig guten Stücken flankiert. Es schließt sich nämlich ‘Army Of The Dying Sun‘ an, welches wieder mit einer gelungenen Eröffnung aufwarten kann und zu begeistern weiß. Weiter geht es mit dem Titeltrack, der direkt ins Geschehen einsteigt und als experimenteller bezeichnet werden kann. ‘Dead Harvest‘ ist zwar nicht der mitreißende Übertrack, hat aber schöne Melodienbögen und animiert zum Mitgrölen. ‘Tools Of Demise‘ ist nicht als Füller einzustufen, sondern eher der melodischen Spielwiese der beiden Gitarristen Leo Pignon und Linus Pirbrandt. Dagegen wirkt ‘Deathtrade‘ wieder zwingender, hier schwingt man die Dampfkeule und lässt es ordentlich krachen. Zum Ausklang wird mit ‘The Asylum‘ noch ein melodische Midtempowalze geboten, was das Album leider etwas schwach abschließt.
This Ending haben den Blastanteil deutlich erhöht und die Industrial-Elemente stets hörbar integriert, was dem Album einen ungezügelten und rauen Charakter verleiht. Sie haben das Zeug, saustarke Songs zu kreieren, können aber dieses Niveau nicht über die gesamte Albumlänge hin halten. Auch wenn „Dead Harvest“ den einen oder anderen Füller verkraften muss, kann sich das Ergebnis insgesamt hören lassen, auch wenn ich mir, insbesondere nach dem Debüt, etwas mehr versprochen habe. Wenn es Fredrik Andersson beim nächsten Album noch schafft, seine Maschinengewehrsalven zurückzufahren und man noch etwas an der Niveauschraube justiert, kann Album Nummer drei, vielleicht angereichert um den einen oder anderen Überraschungsmoment, nur ein Erfolgt werden.
7/10 - RB


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