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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: SLUDGE

SLUDGE

LAVA (48:28 min.)

MIGHTY MUSIC / TWILIGHT
Meine Güte – da kriecht aber eine ordentliche Hassmaschinerie über die Schweizer Alpen zu uns herüber. Wenn sich eine Band schon „Schlamm“ und ihr Album „Lava“ nennt, sollte man eigentlich vorgewarnt sein. Aber das hier... Musste Gitarrist Marko (auch Mitglied bei Samael) für das vorliegende vierte Album erst mal neue Leute rekrutieren (Vocalist Odin und Tieftöner Ulik stießen aus der Ukraine zu den Schweizern), so scheint man nun durchstarten zu können. Hat man zunächst die heftige Eröffnungsnummer „60 MM“ sowie das aggressive „Idi Na Huy“ verdaut, zertrümmert einem die Doomwalze „Lava“ buchstäblich alle Knochen. Fette Slow-Motion-Gitarren, Drums wie Hammerschläge, ein unmenschliches Geschrei – das ganze mit einem ungewöhnlich wuchtigen Sound versehen – fertig ist der Weltuntergang in Form einer undurchdringlichen Finsternis. Dabei sind sicherlich die Kollegen Eidgenossen der leider zu Grabe getragenen Celtic Frost allgegenwärtig, aber neben aberwitzigen Samples und irren Einschüben, schlägt eine gehörige Portion Schwedentod zu Buche. Sludge sind einfach unberechenbar, und auf unnachahmliche Weise kommen die Stücke auch nach Akustikeinschüben, Chorgesängen oder Pianoparts immer wieder auf den Punkt. Für Sänger Odin gilt stimmlich betrachtet keine Wikingernorm, sondern höchsten die Prämisse „Brüllwürfel statt Brühwürfel“. Stellt sich abschließend die Frage, welcher Zielgruppe man „Lava“ ans erdrückte Herz legen könnte? Aufgeschlossene Death-Metaller, die nicht immer unbedingt Überschallorgien oder eingängige Melodien zu ihrer persönlichen Glückseligkeit benötigen, werden ebenso fündig wie Doom Fans, die eine wuchtige Vorstufe zum Funeral Doom verpacken können. Ebenso sollten diejenigen unter euch zugreifen, welche die experimentelle Seite von Celtic Frost sowie das zähe Hellhammer-Material verehren. Ich lasse mich jetzt jedenfalls gerne noch mal vom treibenden „Carnivore“ oder einer weiteren Lava Attacke wie „Inquisition“ überrollen. Unglaublich intensiv, diese Schweizer...das muss man selbst gehört haben!
8/10 - US


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