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ALLE REVIEWS :: Index: 'ALL' :: SOILENT GREEN

SOILENT GREEN

INEVITABLE COLLAPSE IN THE PRESENCE OF CONVICTION (41:31 min.)

METAL BLADE / SPV
Was vermag uns der Titel dieses Albums verraten? Ist er ein Synonym für die Niederschläge, die ein steter Begleiter für die Band zu sein scheinen? Zumindest verarbeitet man in den Lyrics die Niederschläge der Vergangenheit und die damit verbundene, zeitweilig aufkeimende Hoffnungslosigkeit. Dennoch hat man dessen ungeachtet in den letzten zwanzig Jahren ein beachtenswertes Album nach dem anderen herausgehauen und stürmt auch mit dem aktuellen Hassbatzen aggressiv nach vorne und legt Zeugnis für eine absolut stimmige Mischung aus Sludge, Grind und Hardcore ab, ohne den Southern- und Doom-Einfluss zu leugnen. Dass die negativen Erlebnisse der Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen haben, kann man jedem einzelnen Song in Form des unbändig aggressiven und wütenden Gesangs von Ben Falgoust entnehmen. Hinsichtlich des Songaufbaus bleibt man in der sperrigen Spur und kann mit Fug und Recht behaupten, dass „Inevitable Collapse In The Presence Of Conviction“ keine leichtverdauliche Kost ist. Aber gerade aus diesem Grund kann auch dieses Album seine Pluspunkte sammeln, denn es erschließt sich schön zäh, Umlauf nach Umlauf nach Umlauf, ohne auch nur einen Deut Langeweile aufkommen zu lassen. Eingängigkeit kann man nicht erwarten, feine melodische Klänge werden wohldosiert an den Anfang gestellt, um dann in die gewohnte Heftigkeit auszubrechen und den Song vermeintlich ziellos in feinen Spitzen explodieren zu lassen. Songs wie ’In The Same Breath ’ oder ’Lovesick’ stehen aber auch pure Abrissbirnen wie ’For Lack Of Perfect Words’ oder ’When All Roads Lead To Rome’ gegenüber, die für die kompromisslose Ader stehen. Dagegen möchte ich ’Antioxidant’, meinen persönlichen Favoriten, setzen, der die Vielseitigkeit der Band zum Ausdruck bringt und durch seinen schleppenden Groovepart sowie durch Tempowechsel eine enorme Dynamik entfaltet. Die ultrafette Produktion gibt der Chose noch einen zusätzlichen Kick und stellt die feine Gitarrenarbeit soundgewaltig ins Rampenlicht, würdigt die treibenden Drums und würzt den Bass. Diese Scheibe ist für die Band sicherlich kein Meilenstein, weil sie gleichberechtigt neben einigen guten EPs und Longplayern steht, aber hoffentlich ist es der Befreiungsschlag, der den Blick in eine freundlichere Zukunft richten lässt.
9/10 - RB


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