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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: ILLDISPOSED

ILLDISPOSED

THE PRESTIGE (50:49 min.)

AFM RECORDS / SOULFOOD
Illdisposed sind für mich die Band, die es ausgehend von „1-800 Vindication“ innerhalb von zwei weiteren Alben geschafft haben, sich jeweils um 90° zu drehen. Die ersten Rechenkünstler werden bereits flugs auch die Zahl 180 gekommen sein und sich mit einen über den Rücken laufenden Schauer abgewendet haben, schwebt ihnen doch ein Bild verweichlichter Death Metal Poser vor Augen. Doch in diesem Fall kann ich völlige Gelassenheitheit verbreiten, denn Illdisposed haben sich auf ihre Stärken zurückbesinnt und den Ausflug in die experimentellen Gefilde wieder verlassen. Stattdessen wird also wieder ordentlich in die Vollen gehaun und die brachiale Schiene gefahren. Neben groovenden Rhythmen wird hartes Riffing ausgewogen (weil stark reduziert) melodisch dargeboten und man konnte auch nicht ganz die Finger von den Knöpfen lassen, denn technische Spielereien sind auch hier vertreten. Man hat also die Ankündigung tatsächlich wahr gemacht und das sprichwörtlich harte Brett zur Chefsache erklärt. Welchen Auslöser dieser Besinnungswandel hatte, ist ungeklärt, hier werden der Labelwechsel (war der Kontrakt mit Roadrunner doch auf vier Alben ausgelegt) und das eher auf mäßigen Anklang gestoßene Vorgängeralbum sein Übriges getan haben. Bleibt für mich nur noch die Querwertung zum oben genannten Referenzalbum der Band, dass sicherlich nicht nur melodischer war, sondern auch eine starke Songdichte aufwies. „The Prestige“ müht sich dagegen redlich und es bedarf etwas Zeit, bis man sich warmgehört hat und voll auf die Linie der Dänen eingeschwenkt ist. Gegen Ende schaffen sie es aber doch und liefern mit ’A Child Is Missing’, ’The Key To My Salvation’ und ’…Your Devoted Slave’ die Stücke ab, die ich 2004 an der Band so geschätzt habe. Mit einem Augenzwinkern bildet ’Ich bin verloren in Berlin’ einen zufriedenstellenden Abschluss, nach dem es im ersten Albumabschnitt noch nicht ausgesehen hatte. Ich denke, Illdisposed haben wieder einen klaren Kurs vor Augen, werden aber hoffentlich ihre stilistischen Ausflüge nicht ganz eingestellt haben. „The Prestige“ ist zumindest der erste Schritt zur Besserung, auch wenn die Dänen in der Vergangenheit nicht im Patientenlager verweilten.
7/10 - RB


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