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ALLE REVIEWS :: Index: 'I' :: INFESTUM

INFESTUM

TA NATAS ( min.)

BLOOD FIRE DEAD / TWILIGHT
Also da flattert mir tatsächlich zum ersten mal eine Black Metal Band aus Weissrussland ins Haus. Da ich bisher keine Band aus dieser Region besprochen habe, war ich entsprechend gespannt. Nach einem mit bombastischen Chören unterlegten Intro legen die Jungs dann auch mit „Te Deum“ los. Und was ist denn das?? Die Gitarren sind nur ein Grundrauschen im Hintergrund und lediglich ein wirklich hinterwäldlerisch verzerrter Gesang und fast ausschließliche Schlagzeug sind zu hören. Ok, werfen wir mal einen Blick ins Booklet. Das Schlagzeug wurde in einem anderen Studio aufgenommen als der Rest. Nun ja, keine Ahnung; welche widrigen Umstände und technische Probleme dazu geführt haben mögen. Also versuche ich „Ta Natas“ noch eine Chance zu geben und quäle mich durch zwei weitere Songs. Da Gitarren, Bass und Gesang in einem Studio aufgenommen worden sind drängt sich mir der Verdacht auf, dass dies auch alles über den gleichen Verstärker geschehen ist. Der Gesang ist in dieser Form einfach nicht zu ertragen. Vor allem am Ende der Song und nach längeren Gesangspassagen entsteht der Eindruck, dass Sänger „Ion The Saint“ einfach „clean“ in ein Effektgerät schreit und unten dann irgendwas raus kommt was sich vielleicht entfernt nach Black Metal anhört. Erst als der Sound ab dem vierten Stück „Legion In Me“ etwas einheitlicher wird und man dann endlich auch mal die im Booklet erwähnte Gitarre und das Keyboard hört, erwische ich mich dann doch dabei, wie ich leicht mitwippe. Denn eigentlich machen Infestum eine fast gute Figur. Die Songs sind sehr finster und kompromisslos und wirken durch die sehr stimmige Keyboard-Untermalung atmosphärisch. Black Metal norwegischer Prägung ohne jedoch die Vorbilder zu kopieren. Wäre dieser unglaublich nervend schlechte Sound und Gesang nicht, würde ich „Ta Natas“ zum Kauf empfehlen. Eine einfache und raue Produktion gehört meiner Meinung nach zwar zum Black Metal irgendwie dazu, aber dieses Werk klingt einfach nur zusammen geflickt. Außerdem denke ich, dass man das Mikro lieber wieder ins Stativ klemmen sollte, wenn man keine Stimme hat und nicht eine eigentlich annehmbare Scheibe kaputt schreien sollte. So macht das Hören dann einfach keinen Spaß. Aufgrund von Produktion und Gesang bleibt leider nur noch eine magere Wertung übrig, denn der Gesamteindruck zählt.
4,5/10 - JE


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