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VON THRONSTAHL

SACRIFICARE (71:27 min.)

COLD SPRING / DARK VINYL
Nichts ist so beständig wie der Wandel, und so überrascht Josef K. und Von Thronstahl seine ergebene Fan-Gemeinde mit einem Album, das überrascht und durchaus einige Hördurchgänge benötigt, bis es vollends zündet. Verhältnismässig wenig ist geblieben von den martialischen Einflüssen solcher Alben wie „Imperium Internum“, „E Pluribus Unum“ oder „Bellum Sacrum Bellum“, „Sacrificare“ ist vielmehr ein vom Neofolk beeinflusstes und über weite Strecken akustisches Album, das aufgrund des Gesanges von Josef dennoch klar als Von Thronstahl-Album erkennbar ist und in seiner musikalischen Klasse den vorgenannten Alben in nichts nachsteht. Ursprünglich bereits vor einem halben Jahr in einer streng limitierten und absolut edlen Box erschienen, die mittlerweile Höchstpreise auf Ebay erzielt, ist „Sacrificare“ und die darauf enthaltenen vierzehn Stücke ein faszinierendes Album, das die Stellung der Band in der deutschen Neofolk-Szene trotz aller Kontroversen um den streitbaren Josef K. untermauert und noch einmal herausstellt, dass die Nichterwähnung in der Neofolk-Bibel „Looking For Europe“ dann auch nur Gründe hat, die wohl ausschliesslich in dem Bemühen um eine vermeintliche „Political Correctness“ der Autoren zu suchen sind. Die Art und Weise, wie Von Thronstahl mit dieser Nichtbeachtung umgehen, indem sie den Autoren einfach ein Lied widmen (das bereits von Myspace bekannte „Gloomy White Sunday“) zeigt deutlich den Kampesfeswillen der Formation, aber auch die differenzierte und durchaus humorvolle Art der streitbaren Auseinandersetzung, die der Band und vor allem Josef K. immer wieder zu Unrecht entgegengebracht wird. Musikalisch finden sich auch auf „Sacrificare“ immer wieder Rückbesinnungen auf die musikalischen Wurzeln Josef K.’s, sei es in Form von Joy Divisions „We Walked In Line“, hier in Gestalt des Stückes „Dressed In Black Uniforms“, The Who’s „Pinball Wizard“ in „Occidental Identity“ oder Aphrodites Child’s „The Four Horsemen“ in „The Four Horsemen Of The Apocalypse“, die kaum jemand so geschickt für seine eigenen Zwecke zu adaptieren ist, wie eben Josef K. Die Zusammenarbeit mit Damiano Mercuri (Rose Rovine E Amanti) hinterlässt hier ebenso ihre Spuren, wie die Fortsetzung der langjährigen Kooperation mit Raymond P. und macht „Scrificare“ zum wichtigsten Neofolk-Album seit Jahren. Wenn dieses Album überhaupt eine politische Aussage besitzt, dann die, die Josef K. nun schon seit Jahren zu seinem Dogma erklärt hat: „Turn Your Revolt Into Style“. Stilvoller könnte die Revolution nicht eingeleitet werden. Bravo … („Sacrificare“ erscheint neben einer normalen Ausgabe auch in einer limitierten Auflage inkl. einer 3“ CD, die Auszüge aus dem längst vergriffenen Pessoa / Cioran-Album enthält).
10/10 - MK


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