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MAGAZIN :: LONG DISTANCE ....

LONG DISTANCE CALLING
Die Münsteraner LONG DISTANCE CALLING sind auf ihrem zweiten Teil der Boundless-Tour und besuchen nach Jahren der Abstinenz auch mal wieder Bochum. Mit im Gepäck sind MOTOROWL, die sich musikalisch vom Headliner abgrenzen und für das Publikum eine interessante Ergänzung darstellen. Pünktlich um 20 Uhr enterte die Band die Bühne.
MOTOROWL
LONG DISTANCE CALLING

Rotunde - Bochum

13.12.2018
Bereits mit ihrem Erstlingswerk „Om Generator“ konnte das Quintett von MOTOROWL auf sich aufmerksam machen und einige gute Kritiken einheimsen. Sie haben sich dem psychedelischen Doom Rock verschrieben und agieren recht modern, aber dennoch genregerecht. Ganz wichtiger Bestandteil und auch ein massiver Querverweis zu den 70ern ist die Hammond-Orgel, die dem modernen Anstrich den passenden Vintage-Look auf die Ohren serviert. Der schöne melodisch-warme Gesang geht Hand in Hand mit dem hohen Melodieanteil in den Songs, die somit leichtgängig den Weg in die Gehörgänge findet. Mit der neuen Scheibe „Atlas“ haben die Thüringer einen guten Nachfolger zum Erstling in die Regale gehievt und man kann die Besucher mit Songs von beiden Alben überzeugen. Die Band brezelt den Zuhörern einige Riffs um die Ohren, aber auch reichlich Groove, so dass die Zuschauer in der ziemlich vollen Rotunde gttenügend harten Stoff serviert bekommen, um mitzugehen. Der Applaus fällt ordentlich aus und als ob wir es nicht eh schon wüssten, erwähnt Max Hemmann alle zehn Minuten, dass dort auf der Bühnen MOTOROWL stehen. Mit einer Spielzeit von 45 Minuten können die Geraer vor dem Bochumer Publikum locker bestehen und sich nachhaltig in die Hinterköpfe setzen.
Die Pause kommt dann recht gelegen, denn es bedarf dringend einer Hopfenkaltschale, weil sich die Rotunde ordentlich aufheizt. Die Bühne wird unter entsprechender Mithilfe der Musiker von MOTOROWL für die nachfolgende Band vorbereitet, insbesondere muss das zweite Schlagzeug demontiert werden. Und schon steht die Bühne, wobei der Zuschauer noch etwas warten muss, denn die Toilettengänger und Getränkeholer sind noch nicht alle wieder zurück.
Mit LONG DISTANCE CALLING kommt um 21 Uhr der Hauptact auf die Bühne, wobei Janosch als erstes die Bühne entert und bereits den Grundrhythmus von ‘Into the Black Wide Open‘ aufnimmt. Danach kommen die restlichen drei Mitstreiter, stöpseln ihre Instrumente ein und nehmen mit ihren Saiteninstrumenten ebenfalls Fahrt auf. Der Unterschied zu MOTOROWL wird im Sound recht schnell deutlich, denn dieser kommt mit mehr Druck daher und man hat fast das Gefühl, als ob der Zuschauer quasi weggeblasen werden soll. Die Spielfreude ist dem Quartett förmlich ins Gesicht geschrieben, die Herrschaften spielen voller Leidenschaft und können sich ein grinsen während des gesamten Auftritts nicht verkneifen. Mit ‘Ascending‘ kommt der erste Song vom neuen Album, wobei der Abend noch weitere Boundless-Schmankerl bereithält. Neben dem aktuellen Album galoppieren die Herrschaften durch ihren Backkatalog und haben sich dabei die Sahnehäubchen herausgesucht, so dass die Besucher heute eine Best-Of-Setlist aus der Schaffensphase der Münsteraner zu hören bekommen. Jan kann sich den Hinweis nicht verkneifen, dass es „ganz schön heiß hier“ ist, aber muckelig warm ist immer noch besser als zu kalt und dank der Garderobe kann man sich hier auch locker im kurzärmeligen T-Shirt bewegen. Die Rotunde, bekannt auch als der sogenannte „Katholikentagsbahnhof“, kommt heute Abend ordentlich ins Schwitzen. Die Westfalen schaffen es mit ihrem forsch nach vorne treibenden Post Rock, dass die Musik auch ohne Gesang wirkt, mehr noch, man die Musik viel intensiver wahrnimmt und inhaliert. LDC überzeugen auf der ganzen Linie und werden ihrer Rolle als Headliner mehr als gerecht. Der schweißgebadete Zuschauer ist ein deutliches Indiz, nicht nur wegen der hier herrschenden Temperaturen.


Die Abschlussbewertung fällt ziemlich klar aus, denn das Zweierpaket aus Gera und Münster hat heute Abend das Publikum absolut gerockt. Nicht nur musikalisch ging es in der Rotunde heiß her, denn zum Abschluss herrschten gefühlte 35 Grad und nahezu Sauerstoffmangel. Der Nachteil der Rotunde ist, dass man von den hinteren Bereichen von der Bühne nichts zu sehen bekommt, es sei denn, man überragt die Zuschauer um einen guten Kopf. Das Manko ist also die Bühnenhöhe, die man zur allgemeinen Zufriedenheit höher setzen müsste. Abgesehen davon war es jedoch ein gelungener Abend mit einem fantastischen Sound und zwei sehr spielfreudigen Bands. Chapeau!
Robert Buder - Pics: Robert Buder


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