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FUELBLOODED
INFLICT THE INEVITABLE (42:35 min.)
COPRO / CASKET
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Thrash Metal aus Holland, dargeboten von Musikern, die bereits seit 1989 im Underground musizieren, und zwar bis 2002 unter dem Banner Sacramental Sachem. Diese Erfahrung hört man dem Quintett an, denn „Inflict The Inevitable“ klingt wahrlich nicht wie ein grünschnäbliger Schnellschuss. Fuelblooded mögen ihren Thrash modern und groovig, nur selten riskiert man einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung, was jedoch nicht heißt, dass Tracks wie „Poisonous“ nicht ordentlich nach vorne gehen. Als Referenzen schießen mir unwillkürlich Modern-Thrash Pioniere wie Channel Zero oder Dearly Beheaded durch den Kopf. Ausgeprägter als bei diesen Bands schlagen bei Fuelblooded die Bay Area-Wurzeln (bevorzugt Testament, Forbidden und Exodus) in der Gitarrenarbeit durch (etwa in „Hate Of A Thousand Ages“, das auch auf „Pleasures Of The Flesh“ seinen Platz hätte haben können), aber auch die Herren Amott/Steer zu „Heartwork“-Zeiten sind hier zu nennen („Constructive Destruction“). Überhaupt gebührt dem Duo Rutten/Tunker ein Sonderlob: ihre Riffs zersägen die härteste Eiche, ihre geschmackvollen Leads fahren wie eine heiße Klinge durch die Lätta von Meister Lücker (ätsch, verhauen, ich esse eigentlich weder Butter noch Margarine, Brot & Wurst reichen dem Ruhrpöttler ;-) – CL). Sänger Vital Welten (klingt oft wie Gus Chambers - „Dissector of Souls“) driftet in seinen dämonischsten Momenten (hier lässt Chuck Billy grüßen) nahe an den Death-Metal-Abgrund, fügt dem Klangbild durch geschickt eingefügte cleane Passagen und Refrains jedoch gleichzeitig eine weitere interessante Facette hinzu; einige Stücke („Measure Swords“, der schleppende Albumhöhepunkt „Dissector Of Souls“ und das auf einem coolen Testament-Riff basierende „The Silence“) klingen so stellenweise nach Communic in ihren thrashigen Momenten. Dazu gibt’s eine druckvolle, transparente Produktion (Mix und Mastering besorgte der momentan allgegenwärtige Jacob Hansen) und ein tolles Travis Smith-Artwork zu bestaunen. Klasse Debüt, das mir trotz der teilweise nicht ausreichend zwingenden Refrains knappe acht Punkte wert ist. Thrash-Fans sollten dringend einen Testlauf starten! http://www.fuelblooded.com
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8/10 - PM
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