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CD-Reviews :: THE LORD WEIR ....

THE LORD WEIRD SLOUGH FEG

NEW ORGANON (37:04 min.)

CRUZ DEL SUR / SOULFOOD
Sir Francis Bacon hat der Philosophie-Dozent des True Kauz-Metal nun also für sich entdeckt? Be careful what you wish for... Mit seinem "Novum Organum" wollte Bacon die Wissenschaft Anfang des siebzehnten Jahrhunderts auf komplett neue Füße stellen und mit einer fortschrittlichen Methodik ausstatten. Dies schwebte Mike Scalzi für den Heavy Metal sicher nicht vor, dafür sind seine eigenen Fähigkeiten (Gesang mag ich dieses Genöle wahrlich nicht nennen) und jene seiner Mitstreiter definitiv viel zu beschränkt. Das weiß er hoffentlich, Gnothi seauton und so. Es ging wohl eher um traditionelle Werte, den ursprünglichen Spirit des Heavy Metal und so... Rückständig, verkrustet, die eigene Selbstironie konterkarierend isses schließlich geworden, das "New Organon". Ehrlich gesagt habe ich mich bei Konstrukten wie diesen schon immer gefragt, was die das Unorthodoxe ex cathedra als Tugend an sich verkündenden Päpste des Underground dazu bewegen mag, Höchstnoten zu verteilen? Ist es ein chronischer Hörsturz? Oder die Freude am Schmerz? Das völlig undynamische, beschissen produzierte und überhastet eingespielte Gerumpel (der DoomSword-Häcksler "Sword Of Machiavelli" oder das prätentiös betitelte "Exegesis Tragic Hooligan" können niemandes ernst sein, noch weniger der Nullpunkter "Coming Of Age In The Milky Way") auf "New Organon" ist jedenfalls ein saftiger Tritt ins Gemächt einer jeden sich redlich mühenden Newcomer-Band, die einen Deal abgreifen möchte – selbst wenn ein cooles Thin Lizzy-Riff ertönt ("Being And Nothingness"), schaffen diese Herrschaften es vermittels eines komplett entgleisenden Breaks, den Song einem zum Glück abrupten Ende entgegen zu stümpern. Ja, ich nehme zur Kenntnis, dass Scalzi angesichts seines Sujets angelsächsische Stimmungswelten einfangen will; mehr als beschämtes Schunkeln in der allerdunkelsten Ecke des Pubs kommt dabei aber nicht zustande. "Uncanny" ist dies allemal, und damit wäre eines der brauchbareren Stücke des Albums genannt und somit der Chronistenpflicht genüge getan. Scalzi hat für das Cover also eine Cambridge-Ausgabe von Bacon hergenommen und anschließend mit AC/DC- und Black Sabbath-Satzschriften experimentiert? YOU WISH! Bacon wollte die Säulen des Herakles weit hinter sich lassen – (The Lord Weird) Slough Feg segeln so was von dagegen... Wer Manilla Road etc. pp. sklavisch verehrt mag hier genüsslich vier bis fünf Punkte addieren. I confess, I am "The Cynic"!
4,5/10 - PM.


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