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CD-Reviews :: AMON AMARTH

AMON AMARTH

BERSERKER (57:03 min.)

COLUMBIA / SONY
Nach Slaegt nun also die nächste Band, die das Akustikintro von "Battery" klont, im Falle der schwedischen Death Metal-Jukebox eventuell als Reaktion auf das gewohnte Umfeld im Rahmen der Produktion an der amerikanischen Westküste. Danach schlägt "Fafner´s Gold" in einen Opener der "Valhall Awaits Me"-Liga (immerhin ein ziemlich starker Song...) um und legt so den Grundton für "Berserker", mit dem Amon Amarth einen weiteren Meilenstein auf dem Weg ins Metal-Valhalla legen (der Olymp dürfte sie ja recht wenig interessieren). Die Band bündelt ohne Rücksicht auf Verluste alle Stärken (und ja, auch die Schwächen...), die sie zwischen 2004 und 2013 an die Spitze spülten. Da wären zum einen ultraeingängige Midtempohymnen im Stile von "Pursuit Of Vikings", und zwar diesmal mit unter vier Minuten Dauer gar absolut hitreif: die massive "Shield Wall" mit ihrem obercoolen old school-Break sowie der luftige, zukünftige Superhit "Crack The Sky", wovon es mit "Raven´s Flight" auch noch ein zweiten gibt. "Mjölner, Hammer Of Thor" rockt hingegen fluffig (und bärenstark) wie einst "Father Of The Wolf"; an diesem Song lassen sich auch besonders gut die weiter ausgebauten melodischen Spitzen nachvollziehen, die natürlich insbesondere die traditionellen Gitarrenharmonien in den Vordergrund stellen. Die Produktion Jay Rustons setzt demgegenüber Johann Heggs Shouts unmittelbarer in Szene, so etwa im eingängigen Grower "When Once Again We Can Set Our Sails". Aber Obacht: "The Berserker At Stamford Bridge" (tolle Leads) ist ein überraschend doomiger Höhepunkt des Albums, "Skoll And Hati" (der Titel erinnert irgendwie an "Helmut und Loki" aus den "Mitternachtsspitzen") macht aus Steel Prophet Death Metal; es gibt also durchaus (wenn auch kleinere) Experimente auf "Berserker", wobei vor allem ins Ohr sticht, dass Olavi Mikkonen und Johan Söderberg mehr denn je wagen, die Songs durch zackige und ausgiebige Skalenritte aufzuwerten. Ansonsten knarzt jedoch alles ultraeingängig ins Ohr, es darf gejohlt, gefistraist und ekstatisch gebangt werden ‒ ´ne High Speed-Polka ginge zu "Wings Of Eagles" wahlweise auch. Ich für meinen Teil nehme es einer hart arbeitenden Band jedenfalls nicht übel, wenn sie (auf hohem Niveau!) ihre selbst etablierten Stärken ausspielt, um an den ganz großen Kuchen heranzukommen, zumal man den durchschnittlichen Musikkonsumenten mit diesem Album noch immer in Schockstarre versetzen kann. Ob es dazu wirklich dümmlich-plakativer Musikvideos oder durchsichtiger Werbekampagnen (Heggs Beteiligung an dem Label "Berserker" koinzidiert selbstredend rein zufällig mit dem Titel des Albums) bedarf, lasse auch ich dahingestellt: Die Musik auf diesem Album geht aber vollkommen in Ordnung und wird nur Fans, die Amon Amarth ab 2002 eh Scheiße fanden, nicht zufrieden stellen. Ihr opus magnum "With Oden Our Side" werden Amon Amarth eh nie mehr erreichen... Value for money gibt´s immerhin auch noch (wobei man "Valkyria" und das Viking-Riffing beschwörende "Ironside", jener Track, der zeigt, dass Hegg über verzerrten Gitarren tunlichst die Finger von cleanen Vocals lassen sollte, ruhig hätte als Bonustracks hätte verwenden dürfen). Solide acht Punkte, also auf einer Stufe mit "Jomsviking".
8/10 - PM.


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