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CD-Reviews :: ARCH / MATHEO ....

ARCH / MATHEOS

WINTER ETHEREAL (68:04 min.)

METAL BLADE / SONY
"You and I, drifting on the shifting tides..." Als diese poetische, von John Arch erdachte Zeile und in seinem einzigartig ätherisch-nasalen Singsang intoniert, erstmals durch meine Lauscher perlte, war es schon um mich geschehen. Der Opener "Vermilion Moons" (wäre doch auch ein schöner Albumtitel gewesen...) ist ein Paradestück jener Magie, die das Duo Arch / Matheos zu entfachen vermag: neun Minuten als Lehrstück modern-zeitlosen Metals, Märchenstunde und symphonische Songstrukturen inklusive, zusammengehalten von Jim Matheos´ genialischen Arrangements und Archs esoterischem Organ sowie seinen herrlich naiven, aber stets pointierten Geschichten. Das anschließende "Wanderlust" erinnert mit seinem kathedraligen Eingangsriff beinahe schon an Daylight Dies (!), überrascht dann jedoch mit seinem locker-flockig entwickelten und zwar entspannt rockigen Riff, welches jedoch allerlei düstere Wendungen bereithält. Aber doch muss der Rezensent sich fragen: Kann wirklich das gesamte Werk dieses exorbitante Niveau halten? Es wäre ein Wunder, zumal man sich bekanntlich entschied, mit wechselnden Instrumentalisten zusammen zu arbeiten und Matheos dergestalt als Zeremonienmeister mehr denn je die Fäden im Hintergrund zusammen halten musste. Doch tatsächlich, es gelingt ihm über weite Strecken: das abschließende Epos "Kindred Spirits" darf ab sofort als wohl bester Longtrack der beiden Ausnahmemusiker gelten, "Wrath Of The Universe" ist eine überraschend old schoolige, heftige Riffs zur Schau stellende Achterbahnfahrt. Allerdings lässt sich an letzterem Track auch einer der Kritikpunkte an "Winter Ethereal" festmachen: gerade die Drums erschlagen hier den Sound ein wenig, es mangelt dem komprimierten Ganzen mitunter an echter Dynamik, was durch ruhigere Albumtracks wie "Tethered" zwar nahezu, aber doch nicht ganz ausgeglichen werden kann. Auch der mit dem etwas zerfahrenen "Never In Your Hands" schwächste Track des Albums, "Straight And Narrow", ausgerechnet als Teaser auserkoren, veranschaulicht diese Tendenz. Dennoch rechtfertigen wunderbar abgehangene Kompositionen wie "Solitary Man" und "Pitch Black Prism" sowie diese eigentümliche, den großen Momenten des Albums innewohnende Zauberei unterm Strich knappe 9 Punkte.
9/10 - PM.


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