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CD-Reviews :: ENFORCER

ENFORCER

ZENITH (46:29 min.)

NUCLEAR BLAST / WARNER
Das angesichts der in der einschlägigen Presse geäußerten Ansprüche wenig bescheiden betitelte fünfte Studioalbum der Schweden wirbelt erstaunlicher Weise mächtig Staub auf, da nicht wenige verblendete Szenewächter mal wieder zeigen, was passiert, wenn ihre Lieblinge Experimente wagen: Sie lassen sie fallen. Was ist passiert? "From Beyond", das letzte Werk Enforcers, bündelte in 2015 m.E. die Stärken der Band und ging als wirklich starkes, wenn auch stilistisch limitiertes Heavy-Metal-Album durch (klingt hier in "Searching For You" nach). Dass man anschließend versucht, aus dem Schema F auszubrechen und neue Pfade erkundet, erscheint da nur logisch. Die Aussagen der Musiker sollte man dabei nicht auf die Goldwaage legen, ich persönlich empfinde die Kritik an den allenthalben herum dümpelnden, eindimensionalen Epigonen als durchaus erfrischend, auch wenn Enforcer das Rad auf "Zenith" nicht eben neu erfinden: ihr speediger 80ies Metal wurde insbesondere mit 70ies-Hardrock ("Sail On" geht heftig vor Uli Jon Roth in die Knie) und 80ies-Mainstream der Sorte Bon Jovi (gleich der Opener "Die For The Devil") gekreuzt, wobei es mit der starken Pianoballade "Regrets" eine Zwischenstation bei Ghost und mit "Ode To Death" gar eine Endstation bei Manowar gibt. Dazwischen bieten die abwechslungsreichen Banger "Zenith Of The Black Sun" (Zed Yago...) und "The End Of A Universe" sowie der garstige Speedbrocken "Thunder And Hell" für mein Dafürhalten ausreichend Futter für die Headbanger- und Fistraiser-Fraktion. Manko der Scheibe ist nunmehr allerdings, dass Olof Wikstrand nicht mehr den Anforderungen der Kompositionen an seine Stimme gewachsen ist und er eigentlich ein weit größeres Spektrum abzudecken in der Lage sein müsste. Wirklich cooles Album jedoch, das eben versucht, erfrischend anders zu sein (was im Musical-artigen, etwas an Blind Guardian erinnernden "Forever We Worship The Dark" auch mal in die Büxe gleitet) und für welches man dementsprechend den Kopf nicht mit Beton gefüllt haben sollte. Gibt es auch in spanischer Sprache zu bewundern...
7,5/10 - PM.


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