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CD-Reviews :: DEVIN TOWNSEN ....

DEVIN TOWNSEND

EMPATH (74:14 min.)

INSIDE OUT / SONY
Bis vor etwa zehn Jahren war Devin Townsend ohne Frage einer der spannendsten Künstler im Bereich anspruchsvoller, harter Musik. Seither hat sich der bipolare Hans Dampf in allen Gassen leider in diverse Sackgassen manövriert und zahlreiche Kopfgeburten veröffentlicht, die mehr seine Orientierungslosigkeit denn wahre Inspiration offenbarten, auch wenn Alben wie "Deconstruction" oder "Transcendence" seine Klasse zwischendurch immer wieder (mehr als nur) aufblitzen ließen. In jüngster Zeit widmete sich Townsend verstärkt der Verwaltung seines Werkes in Form exklusiver Liveaufführungen, scheint sich beim Erschaffen neuer Sounds jedoch endgültig in einen pseudokreativen Rausch verstiegen zu haben, der letztendlich eine Symbiose aus Strapping Young Lad, Casualties Of Cool, seinem Soloprojekt und der Devin Townsend Band / Project aus dem Hut zaubern soll. Das darunter hervorspringende Karnickel ist allerdings ein veritabler Freak of Nature geworden, der es keinem recht machen mag, es tatsächlich auch so gar nicht kann. Diesem Album (wenn man diese Soundcollage denn so nennen mag...) fehlt an allen Ecken und Enden die Stringenz, die ordnende Hand, und wenn ich in einem Interview lese, Hevy Devy habe gut gemeinte externe Ratschläge reihenweise abgelehnt, so kann ich nur sagen: schade. Hätte er bloß mal zugehört... "Empath" changiert krude zwischen extremem Metal, orchestralem Pomp, Folk oder Alternative und endet so als orientierungsloses Metal-Musical (das sich zu allem Überfluss auch noch einem vollkommen überambitionierten textlichen Konzept unterwirft, seufz...) im schwarzen Loch zur Zappenduster-Galaxie (exemplarisch höre man "Evermore" und "Sprite"). Dieses Gejodel und Gedudel ist streckenweise kaum noch zu ertragen ("Hear Me"), die Auftritte zahlreicher Gastmusiker verstärken den Eindruck, dass hier der Kompass verlustig gegangen ist (exemplarisch ätherisiert Madame van Giersbergen an so mancher Stelle wie aus dem Anus Jabba the Huts). Die Linie zwischen Genie und Wahnsinn ist dabei deutlich in letztere Richtung überschritten. Lieber Devin, schreib bitte wieder Songs...
5/10 - PM.


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