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CD-Reviews :: Index: 'Q' :: QUEENSRŸCHE

QUEENSRŸCHE

THE VERDICT (44:16 min.)

CENTURY MEDIA / SONY
Angesichts der zahlreichen zwischen 1997 und 2013 veröffentlichten Rohrkrepierer ist der Weg zurück zu mehr credibility bei den Fans für Queensrÿche ein extrem harter. Ich etwa schwor Anfang der 90er auf "Operation: Mindcrime" und "Empire", war fasziniert von "Promised Land" (hallt hier in "Portrait" nach), verlor die Band mit dem schwachbrüstigen "Hear In The Now Frontier" jedoch nachhaltig aus den Ohren. Album Nummer drei mit Todd La Torre stellt eine weitere Etappe auf diesem steinigen Weg dar, auf dem sich der Sänger aufgrund der Auszeit Scott Rockenfields nun auch noch als Drummer betätigen muss, was angesichts seines Backgrounds jedoch offenbar keine große Herausforderung darstellte. Die Band bündelt auf "The Verdict" die Songwriting-Stärken aus der oben angeführten Spätachtziger-, Frühneunziger-Phase und stellt zehn auf den Punkt komponierte, aber mit ausreichend überraschenden Wendungen aufwartende Stücke vor. Die Auskopplung "Blood Of The Levant" flirtet gar mit "Walk In The Shadows", und La Torre hat Geoff Tates Hook- und Phrasierungs-DNA nunmehr vollends in sich aufgesogen und klingt ihm mitunter frappierend ähnlich ("Man The Machine"). Bei allem Respekt für diese Leistung freut man sich jedoch gerade über jene Momente, da sich das Kollektiv aus dem übergroßen Schatten der Vergangenheit löst und eigene Akzente setzt, etwa in der düsteren Jackson-Nummer "Light-Years." Parker Lundgren (jetzt auch schon im zehnten Dienstjahr...) hat offenbar einige frische, moderne Gitarrensounds ins Spiel gebracht (der Grower "Bent"), sodass "The Verdict" nicht zum müden Abklatsch alter Herrlichkeit mutiert. Insgesamt haben nicht wenige Kompositionen eine willkommen spröde, sperrige Aura, die den Hörer angenehm herausfordert ("Inside Out" oder "Dark Reverie"), auch wenn einige wenige Momente nicht über biederen Durchschnitt hinauskommen ("Inner Unrest"). Bleibt unterm Strich ein starkes Lebenszeichen einer Band, die ihren Set, anders als Tate mit seinen kruden Projekten, inzwischen sinnvoll mit neuen Stücken aufpeppen kann.
8/10 - PM.


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