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CD-Reviews :: THE SABBATHIA ....

THE SABBATHIAN

LATUM ALTERUM (44:28 min.)

SVART / SOULFOOD
Herrje, das arme Mädel... Als ich kürzlich ein Statement las, in dem Anette Uvaas Gulbrandsen andeutete, dass sich der erste Longplayer deutlich von der EP "Ritual Rites" unterscheiden würde, auf der Chad Davis seinen bei Hour Of 13 etablierten Doomsound in ausladender Form zelebrierte (lässt sich hier im dementsprechend deutlich aus der Rolle fallenden "Embrace The Dark" nachvollziehen), dachte ich noch, es werde wohl nicht so gravierend sein. Weit gefehlt... Was hier aus den Boxen dröhnt, ist (Frühneunziger) Bathory-Worshipping in Reinkultur, gar der Sound (Drums inklusive) wird e-x-a-k-t kopiert ("Liti Kjersti", aaaaalter Schwede). Und schon kann ich verstehen, warum Gulbrandsen von einer außerordentlichen Herausforderung spricht. Der Ansatz ist jedoch wirklich interessant, da Davis der Chanteuse offenbar freie Hand bei der Gestaltung der Gesangslinien ließ (was diese passender Weise auch dazu nutzte, zwei Texte in ihrer Landessprache zu verfassen). Diese unterscheiden sich demnach essentiell vom halligen, testosteronschwangeren Schmachten Quorthons, hier regiert der ätherische und eben dezidiert feminine, nicht selten folkige Spirit Galadriels. Die oft monoton voran stapfenden, überaus düsteren Klangkathedralen wollen gefüllt werden, und dies gelingt der Norwegerin (unterstützt von Busenfreundin Liv Kristine) durchaus, und zwar mit subtilen Mitteln, die mitunter noch etwas zu sehr an traditionellen Kompositionsschemata festhalten ("Head Of A Traitor"), welche auf diesen Monolithen nur schwer anwendbar scheinen. Aber irgendwie macht dies alles nach einer Weile Sinn (insbesondere in "One Night Of Cruelty", wo Gulbrandsen die Zügel fest in Händen hält), das Puzzle fällt von Zauberhand geleitet zusammen und man taucht willig in die mystisch-intensiven Klangwelten ein. Denn wer sich auf die hypnotische, lautmalerische Wirkung "Latum Alterum"s einlässt, wird gegebenenfalls reich belohnt. Chad Davis´ "Isch mach gezz Bathory"-Ansatz unterscheidet sich deutlich von jenem Ereb Altors, und darin liegt für mich gerade der Reiz, eben weil dieses Album so überraschend daherkommt und aus der Zeit gefallen scheint. Auch wer Ulver oder In The Woods mag, sollte hier mal reinhören. Summon the spirit, ein potenzieller Grower von Satans Gnaden!
7,5/10 - PM.


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