Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

CD-Reviews :: DUNKELWERK

DUNKELWERK

HÖLLENBRUT (61:20 min.)

ALFA MATRIX / SOULFOOD
Bei der Grünberger Dark Elektro Entität Dunkelwerk ist der Name auch 2009 definitiv Programm: Mit absolut eigenständigem Sound und eingefärbt in ein geradezu mechanisch düster-schauriges Kolorit ist „Höllenbrut“ ein Album geworden, das Seinesgleichen sucht. Seiner bereits bekannten Mischung aus EBM und Dark Elektro haucht Master- und Solomind Losttrooper auf dem zweiten Longplayer nach „Troops“ (2006) wieder eine ganz eigene Seele ein. Wo man auf dem ersten Album noch vornehmlich auf englische Sprache setzte, wird hier nun zwischen Englisch und Deutsch pari-pari und nonchalant geswitched, was sich sehr schön in ein Gesamtbild einfügt, zu dem auch das gelungene Wechselspiel zwischen gesprochenen Passagen und teils verzerrten Vocal-Parts gehört. Insgesamt entführt die Scheibe in eine entrückte Welt, die zugleich - vor allem anfangs - sehr künstlich und steril, später dann erschreckend real wirkt. Spätestens ab dem dritten Song, erst recht durch die eingeblendeten Sequenzen wird der Zuhörer gänzlich in diesen kreativen Sound eingebunden bis man, bildlich gesprochen, sich in diesem Endzeitszenario aufzulösen droht. Durch eine ansprechende Art, unterschiedliche musikalische Aspekte, Themen und Sprachen überraschend neu miteinander zu kombinieren, erschafft der Künstler etwas sehr Einzigartiges, sehr mitreißendes. Forcierende Beats und ein schneller, genretypisch passender Synthie-Sound pflegen die dunkle Seele und wirken bald atmosphärisch beflügelnd. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die im Endzeitbereich oft übermäßig und repetitiv harschen Töne außen vor bleiben und deshalb hier der finstere Kern des Geschehens freigelegt anstatt überzeichnet wird. Die Faszination vor dem Entsetzlichen. Führt man sich dann gleichzeitig die Texte etwas näher zu Gemüte, kann und muss dies schon mal nachdenklich stimmen, und mancherlei Gefühlslage zu Tage befördern, spiegeln sich dabei doch Farben in Untergangsstimmung und Einsamkeit, Elend und die innere menschliche Dunkelheit wider. Einfach zu gut wird dieser Inhalt von sphärischen Melodien, durchweg starken Keyboardpassagen und eingängigen Klangabfolgen mit immer wieder eintretenden Tendenzen zur innerlichen Entschleunigung untermalt. Verweile doch, Du bist so schön. Ein nachhaltiger Hörgenuss, charakterstark, gut produziert und in hohem Maße überzeugend.
9/10 - CG


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler